OFFBEAT
FOUNDATION
– LION OF SAXONY MEETS LION OF JUDAH
25.05.2013 – Markt der Kulturen Pirna
„In Dresden tut sich
Großartiges!“, so die Ansage von Drummer und
Bandmanager Bodo Martin der Offbeat
Foundation, bei unserem
Erstkontakt. Und das Beste daran – der Mann ist nicht
befangen, er hat wirklich Recht! Wenn Offbeat Foundation mit ihren 11
Musikern inkl. 3 Mädels für Dance und
Backgroundvocals, über die Hörer hereinbrechen,
benötigen sie nicht viel Zeit, um sie zu bekehren. Die
„neue“ Band Offbeat Foundation wurde von Enrico
Mildner alias „Mr. Mild Ericson“, ehemaliges
Gründungsmitglied der Dresdner Reggae- und Ska Institution
Yellow Umbrella, aus der Taufe gehoben.
Nach über einem
arbeitsreichen und anstrengenden zurückliegendem Jahr,
präsentiert die Band mit „1st“ nun ihren
ersten Longplayer. Die Record Release Party in der Dresdner Groove
Station stieg am 09.03.2013. Mangels ausreichender Werbung oder anderer
Infos, haben wir die leider verpasst. Ein Folgetermin zur
Berichterstattung war aber schnell gefunden.
Frontmann
Enrico Mildner, war auch schon früher als Frontmann von Yellow
Umbrella der Dresdner Reggae- und
Ska-Szene ein Begriff. Um die Jahrtausendwende kristallisierte sich
jedoch heraus, dass er sich mehr seiner Familie widmen wollte, was ihn
veranlasste, die Band zu verlassen.
Yellow
Umbrella mit Enrico Mildner (Mitte)
Ein echter Musiker kann aber nicht
für ewig seine Liebe zur Musik begraben. Dies wurde auch
Enrico im Laufe der Jahre klar. So reifte nach ungefähr 8
Jahren der Entschluss, in die Branche und auf die Bühne
zurückzukehren.
Maßgeblich unterstützt
wurde er dabei von dem Chemnitzer Bodo Martin, der bereits für
die Chemnitzer Country Band „Bandana“ spielt
und das
Management in den Händen hält. So ist es auch kein
Wunder, dass die im Jahr 2008 mit Enrico Mildner ins Leben gerufene
neue Band „Offbeat Foundation“, mit Musikern aus
Dresden und Chemnitz besetzt wurde und so eine rein sächsische
Reggae und Ska Band geworden ist.
Offbeat
Foundation sind:
Enrico Mildner (Vocals, Guitar), Bodo Martin (Drums, Management), Agneta
Hösel (Vocals), Josefine Möbius (Vocals), Katrin
Turinsky (Vocals), Andreas Grieß (Saxophone), Andreas Krug
(Keyboards), Marco Reichardt (Bass), Markus Schubert
(Trombone), Robert
Göhler (Trombone), Uwe Merbitz (Percussion), sowie an der
Technik Beate Burgemeister.
Das am 09.03.2013 präsentierte Debütalbum
„First“, wurde bei dem Dresdner Label „Rain
Records“ veröffentlicht, hinter
dem Posaunist Thomas Hellmich von Yellow Umbrella steht.
Soweit zur einführenden Vorstellung der
Bandhintergründe von Offbeat Foundation. Begeben wir uns heute
nach Pirna zum Markt der
Kulturen und holen uns ein paar frische
Eindrücke von Sachsens neuer Reggae- und Ska-Hoffnung.
Der „Markt der Kulturen“ auf dem schönen
historischen Marktplatz von Pirna, feiert bereits seinen 11.
Geburtstag. Neben einem ganztägigen musikalischen Programm auf
zwei Bühnen, erwarten die Besucher über 80
Stände, die sich neben dem leiblichen Wohl, mit Kunsthandwerk,
Informationen zu Asyl, Migration, Menschenrechten, Zivilcourage,
politischer Bildung und vielem mehr beschäftigen.
Mit dabei ist auch der in Oschatz (Sachsen) ansässige Verein
„Fahrräder für Afrika“, der sich
über jede Fahrradspende, ob alt oder neu, oder sei es nur ein
Teil davon, freut. Ihr Motto: „Dein altes Fahrrad hilft, das
Leben in Afrika nachhaltig zu verbessern!“. Mehr
Informationen solltet ihr euch unbedingt auf der Website von „Fahrräder
für Afrika“ holen.
Als schließlich die Zeit für den Auftritt von
Offbeat Foundation näher rückt, entdecke ich Bodo
Martin in der Menge. Mit seiner auffälligen
Kotelettenfrisur ist er kaum zu übersehen. Wir reden kurz
über die kommende Show und die heutige Setlist. Ein wenig
enttäuscht bin ich, weil der für mich
schönste Titel des Debutalbums gar nicht auf der Liste steht.
„Da musst du am Ende des Konzerts, mal richtig laut danach
rufen. Vielleicht wird´s dann ja noch. Den heben wir uns
meistens für den Schluss auf.“, meint Bodo
vielsagend. Schon im Vorfeld der heutigen Show, hatte ich mich
eingehend mit dem Debutalbum auseinandergesetzt, das ein gut
ausgewogenes Verhältnis von Reggae- und Ska-Stücken
enthält. Besonders haben es mir einige Reggae-Nummern angetan,
die sich mit „I Love It“, „Days Are
Numbered“, „Don´t You Go“,
„Hehe“ und eben „You Feel So
Lonely“ hervorheben.
Gegen 18:15 Uhr beginnt der Soundcheck
auf der Bühne, und wir beobachten mit Sorge den Himmel
über Pirna. Aus Richtung Dresden schiebt sich langsam aber
stetig eine Verdunklung des Himmels heran. Es sollte ja laut
Wetterbericht sowieso schon den ganzen Tag regnen. Zum bisherigen
Glück war das aber noch nicht eingetroffen. Wegen ein paar
technischer Probleme verschiebt sich nun auch noch etwas der Beginn der
Show. Der Draht zwischen Enricos Gitarre und dem vollen Klangerlebnis
will einfach nicht zustande kommen.
Also geht es erst einmal weiter mit
den anderen Bandmitgliedern und den dazugehörenden Strippen,
während sich die Technik mit der Kabelei um Enricos Gitarre
befasst. Schließlich ist auch dieses Problem abgearbeitet und
die Band kann endlich beginnen.
Der Start der Show beginnt wie das Debütalbum mit dem kurzen
und Ska
betonten „Running Up“, bevor mit „I Love
It“ gleich das erste hitverdächtige
Reggae-Stück über den Pirnaer Markt dröhnt.
Schöner schwerer Sound.
Das Publikum sieht heute
überwiegend überhaupt nicht ska- oder
reggaeverdächtig aus, wie ich übrigens auch, was Bodo
vorhin scherzhaft und verwundert als „bürgerlichen
Aufzug“ einstufte. Trotzdem ist das Publikum von Anfang an
bei der Sache und geht richtig mit. Sicher wird die Szene heute ein
paar neue Fans gewinnen.
Weiter geht es mit „Candela“, ein altes Yellow
Umbrella Stück von Enrico, welches von Offbeat Foundation neu
aufgenommen worden ist. Eigentlich sollte es ja
„Manuela“ heißen, was aber
schließlich durch Bandentscheid von Yellow Umbrella zu
„Candela“ umgetauft worden ist.
„Candela“ lässt sich vielleicht auch
besser singen als „Manuela“, weil es eine Silbe
kürzer ist, und einen alten deutschen Schlager mit dem Namen
„Manuela“ gibt es ja auch schon.
Bild
1: Album
Cover - Yellow Umbrella "Flight No. 20-8-3" auf dem "Candela" enthalten
ist Bild
2: Enrico
Mildner zu Zeiten von Yellow Umbrella
Live
Video:
Offbeat Foundation
– Candela
Nächster Titel ist „Days Are Numbered“,
wieder schöner schwerer Reggae Sound mit markanten
Bläsersätzen und einer verträumten
Keyboardmelodie. Richtig gut und eines der besten Stücke von
„1st“. Enrico singt mit geschlossenen
Augen, wie fast bei jedem Stück.
Live
Video:
Offbeat Foundation
– Days Are Numbered
Der Himmel hat sich inzwischen immer weiter zugezogen, und die ersten
Regentropfen hüllen Marktplatz und Bühne ein.
Vertreiben lässt sich aber hier niemand, Offbeat Foundation
ist eben ein echter Höhepunkt des Tages.
Jetzt kommen erst einmal die Ska Fans auf ihre Kosten und werden mit
„Longtime Ska“, „As You Are My Last
Stand“ und „Xylophone“ beglückt.
Dann folgt mit „Don´t You Go“ wieder
Reggae und für mich ein weiterer Höhepunkt des
Debütalbums „1st“. Gewaltiger Sound, der
wie eine
schwere Dampflok über den Marktplatz dröhnt. Der
Regen wird stärker. Schwieriges Filmen mit Schirm und einer
Hand, fällt aber letztendlich überhaupt nicht auf.
Man kann zufrieden sein. Selbst der Regen wird unsichtbar und zeigt
sich nur bei bestimmten Gegenlichtverhältnissen.
Live
Video:
Offbeat Foundation – Don´t You Go
Weiter geht´s mit „Spirits Of The Past“
und „Catch Me If You Can“. Beide Titel sind auch
auf dem Debütalbum „1st“ zu finden. Beide
Stücke gehen wieder in Richtung Ska, wobei der letztere von
beiden sehr gut zum mitsingen verleitet. Gute Stimmung hier auf dem
Markt. Der Regen hat eigentlich gar keine Chance, die Stimmung zu
vermiesen.
Dann folgt „Hehe“, schon wieder ein
hitverdächtiges Stück. Die
„Dampflok“ schnauft wieder im schweren Reggae Sound
über die Bühne. Ich bin schwer beeindruckt.
Dazwischen eine kurze Ska Einlage. Die Mädels tanzen auf der
Bühne mit freudestrahlenden Gesichtern, wie eigentlich die
ganze Show schon lang. Sie punkten eigentlich in jedem Titel mit Tanz,
einer super Ausstrahlung, schönem Backgroundgesang und
mitgehender Mimik. Mitmachen ist angesagt: „he he he
– das macht ihr zirka 10 Minuten …“,
Enrico lacht. Alle machen mit, klatschen im Takt, und es schallt
vielstimmig „he he he“ zurück.
Live
Video:
Offbeat Foundation – Hehe
Mit „Your Are Exactly What I Want“ und Ska geht es
in die Endrunde und die geplante einstündige Showtime ist
ausgeschöpft. Die gesamt Band versammelt sich an der
Bühnenkante und verbeugt sich. Recht erfrischend sind immer
die von Bodo in sächsischer Mundart eingeworfenen Bemerkungen
und Sprüche. Erst diese super Musik, und dann diese Ansagen,
die jeden Besucher an die Heimat erinnern. Ja, auch die Sachsen
können eben diese geile Musik machen.
Jetzt brauche ich nur noch „You Feel So Lonely“,
und dann wäre ich restlos zufrieden. Ich versuche mein
Glück und rufe den Titel laut in Richtung Bühne. Bodo
legt die Hand hinter das Ohr und will mehr hören. Und
tatsächlich – es folgt „You Feel So
Lonely“, ein weiteres Highlight zum endgültigen
Abschluss. Ein wunderschöner Reggae Titel mit
gefühlvoller Melodie, die von den Mädels perfekt als
Background eingesungen wird. Kamera läuft und der Regen rinnt
mir ins Genick. Irgendwie entgleitet mir langsam der Regenschutz, und
es gibt ein paar Verwackler auf dem Video. Zwischendrin stellt Enrico
die Bandmitglieder vor und bittet um den wohlverdienten Applause
für alle Beteiligten. Dann Bodo: „… und
auch dem Mann, der all diese geilen Hits schreibt und singt. Enrico
Mildner aus Dresden!“ Dem kann sich wirklich jeder
anschließen. Vielen Dank Enrico und Offbeat Foundation!! Dann
wieder weiter in Bodos witzigem Text. „Wir haben sensationell
ökologisch einwandfreie Einkaufstüten. Wir haben CD-s
dabei, wir haben T-Shirts. …“ Bodo dankt noch
allen
anderen Beteiligten, die nicht auf der Bühne zu sehen sind und
schließt ab mit dem Gruß „Do
swidanja!“. „Applause für Offbeat
Foundation!“, so auch noch einmal die Moderatorin des Marktes
der Kulturen.
Bodo ergänzt im Gegenzug: „Applause für die
Plaudertasche des Marktes der Kulturen, meine Damen und Herren, wenn
sie mal schauen möchten! …“ Der Mann ist
echt witzig und könnte Komiker werden. Dann noch einmal von
ihm das zackige Kommando für die Band zur zweiten Verbeugung.
„Der Plattenladen hat auf, tschüß
danke!“, schiebt Bodo nach, und es geht auf der
Bühne an´s Einpacken.
Live
Video:
Offbeat Foundation – You Feel So Lonely
Bodo danach zu mir: „Na dein Lieblingstitel ist doch noch
gekommen, haste Schwein gehabt!“
Hier noch zum
Abschluss ein paar Fragen an Enrico Mildner und die Band.
Reggaestory.de:
Überall ist die Zahl 8 zu lesen, wenn es um die Anzahl der
Jahre geht, die zwischen deinem musikalischen Aus- und Einstieg liegen.
Wenn man aber nicht deine Vorgeschichte mit Yellow Umbrella kennt und
nicht den Aufdruck „Founded In 2008“ auf eurem
Debutalbum „1st“ gesehen hat, ist es schwierig die
8 Jahre zeitlich einzuordnen. Trotzdem fehlt mir immer noch der
Zeitraum von 2008 bis 2013 eurer Bandgeschichte. Kannst du ein wenig
über diese Zeit erzählen? Wie kam es zur
Bandgründung, wie ist die Entwicklung bis heute abgelaufen
usw.. Enrico:
Es gab immer mal wieder Umbesetzungen. Eine Band mit fester Besetzung
aufzubauen ist schwierig und dauert. Am Anfang waren wir nur zu zweit.
Ich hatte einen alten Freund durch Zufall wieder getroffen (Frank
Haußig - Bass/ ist nicht mehr dabei). Bei ihm in der Wohnung
hat alles angefangen. Wir haben ein bisschen herumprobiert, aber mir
war das zu wenig. So habe ich mich auf die Suche nach weiteren Leuten
für die Band gemacht. Teils über Bekannte, teilweise
hatte ich auch versucht ehemalige Yellow Umbrella Mitglieder wieder
in's Boot zu holen. Aber wir sind ja alle nicht mehr ganz neu, jeder
hatte sein eigenes Leben weitergeführt, Familien
gegründet, usw.. Bei den meisten war das
größte Problem, die Zeit für so ein Projekt
aufzubringen. Für manche, gute Musiker war das Projekt noch zu
sehr in den Kinderschuhen, um da einzusteigen und Zeit zu investieren.
Aber letztendlich, wie schon oben beschrieben, stand dann irgendwann
die heutige Besetzung. :o) Reggaestory.de:
Auf eurem Debutalbum sind noch vier Bläser als Bandmitglieder
aufgeführt. Auf eurer Website und auch heute auf der
Bühne ist und war Matthias Warmke aber nicht mehr zu sehen.
Hat sich die Bandzusammensetzung diesbezüglich wieder
geändert? Enrico:
Ja, die persönliche Situation zwang leider den Matthias wieder
in seine Heimatstadt Stuttgart zurückzukehren ... Reggaestory.de:
Als du damals bei Yellow Umbrella ausgestiegen bist, war das sicher ein
schwerer Schritt für dich. Was hat sich seit dem an den
Gründen oder der Einstellung zur Sache bei dir und deiner
inzwischen gewachsenen Familie geändert? Immerhin hast du zum
Glück wieder angefangen. Enrico:
Das ist mir in der Tat unheimlich schwer gefallen und ich habe auch
sehr lange gebraucht, diese, meine Entscheidung zu verarbeiten. Ich
wollte eigentlich nur mal eine Pause, Abstand, mich wieder auf mich
selbst zu besinnen, auf meine Familie, die Kinder. Mit meiner damaligen
Arbeit wurde es auch immer schwieriger, Zeit für die Touren zu
finden - Urlaubstage sind nun mal begrenzt ... Als ich später
wieder Kontakt zu Yellow Umbrella gesucht hatte, musste ich
feststellen, dass man leider ohne mich recht gut klar kam ... ;o) Heute
halte ich meine damalige Entscheidung allerdings für einen
Schritt, den man besser hätte überdenken sollen ...
Ich wusste damals nicht, dass ich auf Musik einfach nicht mehr
verzichten kann. Auch musste ich feststellen, dass man mir das
übel genommen hatte. Nicht nur die Band, auch die Fans wussten
damit nicht umzugehen. Von der Yellow Umbrella Seite fühlte
sich allerdings auch niemand berufen, dafür mal eine
Erklärung abzugeben. Sie wussten vielleicht auch keine ... ;o)
Vielleicht verstehen sie es heute, da sie alle eigene Kinder haben ... Reggaestory.de:
Ich nehme an, dass sich deine Kinder nun auch bei dir infiziert haben?
Wenn mir das richtig aufgefallen ist, sind sie heute recht interessiert
mit bei der Truppe? Enrico:
Naja, zumindest mein Sohn hat wohl was von mir mitbekommen - er spielt
seit zwei Jahren Schlagzeug. ;o) Reggaestory.de:
Wie seid ihr oder du eigentlich auf den Namen „Offbeat
Foundation“ gekommen? Enrico:
Die Musikrichtung sollte schon am Namen erkennbar sein, deshalb
natürlich Offbeat. Bei Foundation kann mal wohl eher von dem
Begriff Stiftung ausgehen (deshalb auch die Idee mit dem CD-Booklet) -
eine Sammlung von Musikern, die gemeinsam Musik machen. Da wir unter
Umständen auch mal mit Ersatzmusikern spielen müssen,
wenn mal einer von uns nicht kann, sehe ich die "Stiftung" als eine Art
Pool. Aber das kommt nur sehr selten vor - die Stammbesatzung steht in
der Regel bereit ... ;o) Reggaestory.de:
Weil wir gerade bei Ideen sind. Euer Logo und das Cover auf dem
Debutalbum mit den beiden Löwen und den jeweils
zugehörigen Farben grün-weiß bzw.
rot-gelb-grün finde ich genial. Kannst du dazu etwas
erzählen? Enrico:
Die Grundidee für das Logo kam von unserem Keyboarder Andreas
Krug. Die Idee mit den beiden Löwen finde ich
übrigens auch total genial und kam inklusive Endgestaltung des
Logos, Covers und Booklets von Renè Spangler, ein
Mitarbeiter der Chemnitzer Firma „druckbar“ .
Aber letztendlich hat sich fast jeder in der Band in die Entstehung des
Covers eingemischt ... ;o) Reggaestory.de:
Was ist dir lieber, Reggae oder Ska, und was ist dein
Lieblingsstück des Debutalbums? Meinen Favoriten kennt ihr ja
schon. Enrico:
Ursprünglich ist meine Musik ganz klar der Reggae.
Erst durch die Einflüsse anderer Yellow Umbrella Mitglieder
wurde mir aber auch der Ska vertraut, was ja auch eigentlich eine
Grundlage aller weiteren Entwicklungen in der jamaikanischen Musik war
- auch des späteren Reggae. Aber mein Herz hängt
natürlich immer noch hauptsächlich nach wie vor an
den schweren, groovigen Riddims des Reggae ...
Meine
Lieblingsstücke sind ganz klar "I LOVE IT" und auch "AS YOU
ARE MY LAST STAND". Aber auch bei "YOU FEEL SO LONELY" fühle
ich mich im typischen Reggae-Groove sauwohl. ;o) Reggaestory.de:
Wie steht die Band zu dieser Frage? Ich nehme an, da
wird es recht vielstimmig? Josefine
(Dance + Vocals): Musikalisch finde ich den Reggae
interessanter. Die Melodien sind gefühlvoll und haben diese
besondere Stimmung. Ska macht so richtig auf der Bühne
Spaß! Tänzerisch und konditionell immer wieder eine
Herausforderung :) Mein Lieblingssong ist ganz eindeutig Candela. Hier
mag ich den lateinamerikanischen Einfluss. Andreas
(Saxophone): Ich
denke, die Frage stellt sich für mich nicht. Wichtiger ist,
dass die Musik groovt. Jeder Tag ist anders, mal mag ich den ruhigen
Reggae-groove lieber, und manchmal zuckt es eher beim Ska in den
Beinen. Das scheint übrigens auch auf das Publikum
zuzutreffen, die Leute sind durchaus verschieden drauf, und das ist gut
so… Bodo
(Drums): Zu "Candela" habe ich schon als Tontechniker bei
Yellow
Umbrella hunderte Konzertbesucher tanzen und singen
gesehen/gehört; es hat für mich deshalb eine ganz
besondere Dimension, dieses Stück jetzt als Schlagzeuger
spielen zu dürfen. Markus
(Trombone): Das ist eben genau die Mischung bei uns, wir
sind weder reine Reggae-Band, noch reine Ska-Band. Das legt uns nicht
auf einen Stil fest. „I love it“ ist auf alle
Fälle einer unserer Toptitel. Aber auch „Running
up“ mit fulminantem Bläsereinstieg reißt
mit. Reggaestory.de:
Was sind eure musikalischen Ziele und Wünsche
für die Zukunft? Enrico:
Erstmal natürlich den Erfolg unserer ersten CD und
damit verbunden vielleicht auch mal ein Auftritt bei den
großen Festivals. Und viele neue Songs, durchaus auch mal mit
noch mehr Einflüssen aus verschiedenen Ecken dieser Welt.
Für mich bevorzugt lateinamerikanische Elemente ... ;o) Andreas
(Saxophone): Schön wäre es, wenn wir
weiter die Musik machen, die wir im Ohr haben, auch wenn sie nicht
unbedingt in jede artgerechte Reggae- oder Ska-Schublade passt, und
wenn es Leute gibt, denen unsere Musik gefällt. Bodo (Drums):
Ich möchte im nächsten Jahr mit der OFFBEAT
FOUNDATION auf den europäischen Reggae Festivals auftreten und
bis
dahin die einschlägigen Clubs in Deutschland gerockt haben.
Weihnachten lege ich meinem Vater die Vinyl-Edition des
Debütalbums unter den Gabentisch. Markus
(Trombone): Weiter am unverwechselbaren Gesamtsound der
Bläser arbeiten. Ab und an ein eigener Titel im Radio
…
Josefine
(Dance + Vocals): Mein Wunsch wäre mal auf einem
Festival zu performen, wo die Leute so richtig mit der Musik mit gehen.
Auf dem Reggae Jam vielleicht. :) Reggaestory.de:
Ich zähle auf euch, dass ich Offbeat
Foundation in den nächsten Jahren auch auf den
großen Festivalbühnen wiedersehe!
Ich wünsche euch viel Erfolg für die Zukunft und
recht bald ein „2nd“ Album. Vielen Dank
für das aufschlussreiche Interview. Andreas (Saxophone):Wir bleiben dran!
Bodo
(Drums): Wir
arbeiten dran!
You’re welcome. Enrico:
Wir danken, dass du uns deine Zeit und auch einen
Platz auf
deiner Homepage spendest!!! ;o)
Heute haben wir einen verdammt günstigen Nachhauseweg.
Völlig ungewohnt, dass wir noch und nicht schon wieder im
Hellen unser Ziel erreichen. Auch einmal schön.
Copyright: www.reggaestory.de
Text, Fotos, Videokamera: Peter Joachim