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YELLOWMAN & THE SAGITTARIUS BAND 

28.05.2011 – YAAM Berlin  

Yellowman - YAAM Flyer
Yellowman „The King of Dancehall“, war kürzlich wieder in Deutschland unterwegs, um neue Kräfte zu tanken. Seine Musik, die Konzerte, und die Leute die zu ihm kommen, geben ihm immer wieder neue Kraft. So zumindest sieht er selber seine Situation und den Grund dafür, dass er überhaupt noch am Leben ist. Nach der Rechnung seiner Ärzte wäre nämlich schon um 1986 das Jahr „0“ gewesen. Denn 1983 prophezeite man ihm, dass er nur noch 3 Jahre zu leben hätte. Aus heutiger Sicht kann man also sagen, dass Yellowman am 15. Januar nicht seinen 52. sondern schon wieder seinen 25. Geburtstag feiern konnte. Sieht man seine energiegeladenen Shows, die einem ausgeklügelten Fitnessprogramm gleichen, 
könnte man ihm das auch glatt zuerkennen.
Am 24. Mai begann er seine diesjährige Deutschlandtour im Jazzhaus von Freiburg. Es folgte am nächsten Tag Dortmund, am 26. Mai Hamburg und zum Finale am 28. Mai das YAAM in Berlin. 1,5 Jahre ist es schon wieder her, dass Yellowman in Berlin war. Mir kommt es vor, als wäre es erst vor Kurzem gewesen. In Anbetracht seines ungebrochenen Kampfes gegen den Krebs, dessen Ende oder Ausgang keiner von uns kennt, sollte man kein Konzert versäumen, sofern einem sich dazu die Gelegenheit bietet. Mit unserem Respekt und Anerkennung für seine Musik, können wir ihm sehr viel helfen.
Ein neues Album ist bisher noch nicht auf dem Markt, obwohl er schon 2009 von einer baldigen Neuveröffentlichung sprach. Laut Yellowman gibt es aber noch jede Menge unveröffentlichtes Material, welches für mehrere Alben reichen würde. Seine Fans dürfen sich also glücklich schätzen und können weiterhin voller Spannung ausharren. Derzeit wurde gerade mit „Di King A Talk“ schon einmal eine neue Single veröffentlicht.



“Di King A Talk” – Leider momentan nur als Hörversion

Für weitere allgemeine Informationen besucht einfach meine Story zum Gig vom 17.11.2009, sowie nachfolgende Weblinks:
Offizielle Website 
Fanpage 
Myspace

Nun ein paar Eindrücke aus dem Berliner YAAM.

Für 20:00 Uhr ist der Einlass angesetzt. Ein Warm Up wird es heute nicht geben. Immerhin ist Wochenende, die Freiluftsaison im YAAM wieder eröffnet, und daher gibt es genügend andere Unterhaltungsmöglichkeiten im Außengelände.

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Da wird an verschiedenen Stellen afrikanisch und karibisch gekocht oder gebrutzelt, und dazu ein frisches Bierchen gezischt. Andere wiederum genießen es einfach am „Strand“ zu sitzen und der Musik zu lauschen oder spielen Volleyball. Für die Fußballfans ist ein großer Fernseher aufgestellt. Davor steht eine aus Gerüststangen zusammen geschraubte Tribüne, die einige Sitzplätze bietet. Was kommt denn heute so Wichtiges? Das Finale der UEFA Champions League? Tut mir leid, ich bin kein Fußballfan. Auf alle Fälle scheint ganz schön viel zu passieren. Während wir warten, wird einige Male kräftig gejubelt – für wen auch immer.
Yellowman ist heute zeitig in Berlin eingetroffen. Auch der Soundcheck im YAAM lief problemlos und konnte früher als sonst abgeschlossen werden. Jetzt ist Yellowman mit den Soundsystems unterwegs und arbeitet die neuesten Dub Plate Anfragen ab. So kann sich auch Tourmanager Christoph von Revelation Concerts einmal Zeit nehmen und ganz entspannt auf einer Bank, bei einem Schwätzchen, dem bunten Treiben im Außengelände zusehen. Yellowmans Auftritt soll erst gegen 22:30 Uhr erfolgen, wie wir nun erfahren. Das stört uns heute weniger, da es genügend Ablenkung gibt und das Wetter auch perfekt ist.
Dann ist es schließlich soweit, und der Saal ist ausreichend gut gefüllt. Ich hatte schon ein spärliches Publikum befürchtet, da der Andrang bei der Freikartenverlosung auf meiner Website „überwältigend“ war. Ein Teil der Gästelistenplätze konnte nicht vergeben werden, obwohl die Preisfrage gar nicht schwer war.
Es dauert aber immer noch ein knappes halbes Stündchen bevor Bewegung auf die Bühne kommt. Die Besetzung der Sagittarius Band ist heute ein wenig anders. Nur die Männer am Bass und am Keyboard sind die Selben, wie beim Gig in 2009. Nach einer kurzen Instrumentaleröffnung stürmt auch schon Yellowman in gewohnter Sportlermanier auf die Bühne und begrüßt die Massive.

Yellowman

Yellowman Yellowman

Heute hat er ein ärmelloses graues Basketballtrikot der Marke Air Jordan von Nike, mit weißen Teilbereichen und gelben Basketballlogo an. Dazu Shorts in der gleichen Farbe mit senkrecht aufgereihten weißen Dreiecken an den Hosenbeinen. Um den Kopf hat er ein gelbes Tuch gebunden, welches im Nacken verknotet ist und zusätzlich am unteren Rand durch ein Band in den Nationalfarben von Jamaika gehalten wird. Am linken Oberarm hat er ebenfalls ein Jamaikaband angelegt. Irgendwelchen Bling-Bling, ohne den die modernen Dancehall Stars heute nicht mehr auskommen, sucht man bei Yellowman vergebens. Auch nicht in der einfachsten Form. Zum Dancehall der modernen Zeit hat aber Yellowman sowieso ein gespanntes Verhältnis. Yellowman ist der King of Dancehall, zu einer Zeit, als man die Dancehall noch ohne Bedenken jeglicher Art aufsuchen konnte. Er will keineswegs mit dem heutigen Style in Verbindung gebracht werden.
Yellowman hat von seiner Vitalität aus 2009 noch nichts eingebüßt. Er springt wie eh und je über die Bühne und in Höhen, die wohl die wenigsten der Zuschauer erreichen würden. Da dauert es natürlich nicht lange, bis Yellowman sein Trikot ablegen muss. Darunter kommt ein gelbes Unterhemd zum Vorschein, wie es seinem Künstlernamen angemessen ist.

Yellowman Yellowman
Yellowman

Yellowman

YAAM

Die Setlist des Abends dürfte nicht viel anders als beim letzten Mal sein. Ich mache mir nicht erst die Mühe alles in der richtigen Folge einzuprägen bzw. anzuführen. Lese ich den Bericht zur Show von 2009, finde ich alle Titel wieder.

Yellowman

Yellowman

Yellowman Yellowman

 „Operation Radication“, „I´m Getting Married In The Morning”, “Bam Bam” und viele andere mitreißende Tracks, wie wir sie kennen. Auch „Oh Carolina“ und die ruhige Einlage mit „Blueberry Hill“, ist wiederum im Programm. Der Klassiker „Zungguzungguguzungguzeng“ darf natürlich auch nicht fehlen. Stimmlich scheint Yellowman aber heute ein wenig eingebüßt zu haben, wenn nicht die Anlage Schuld ist.



Fanvideo: Yellowman live 2011 – u. A. mit „Zungguzungguguzungguzeng“,
nicht im YAAM aber im selben Outfit

Yellowman freut sich besonders über die heutige Ansammlung von vielen sehr jungen Fans, die sich in den vordersten Reihen postiert haben und schüttelt ihnen die Hände. Seine Musik wird mit der Jugend weiter leben.

Yellowman Yellowman
YAAM

YAAM

Yellowman zieht weit über eine Stunde durch, bevor er kurz die Bühne verlässt. Einfach unglaublich, wie fit dieser Mann noch ist. Aber die Massive lässt ihn selbstverständlich noch nicht gehen, verlangt lautstark nach einer Zugabe, und Yellowman macht die 90 Minuten noch voll. Wieder ist eine tolle Reggae Show, aber noch nicht die Reggae Night, im YAAM zu Ende gegangen. Jetzt beginnt die Barney Millah Night, die wir aber nicht mehr miterleben werden.

Yellowman

Yellowman Yellowman
Yellowman

Bevor wir uns auf die lange Heimreise begeben, wollen wir noch einmal Yellowman persönlich sprechen. Es gibt noch einige Interessenten für Fotos, Autogramme, ein Interview für ReggaeInBerlin und Anderes. Heute läuft alles besonders ruhig und geordnet ab. Das ist lobenswert, da dies nicht immer der Fall ist.

Yellowman Yellowman + Members of Sagittarius Band

Bild 3: Yellowman mit Mitgliedern der Sagittarius Band (Keyboard und Bass)

Mir scheint, Yellowmans Sehprobleme haben sich weiter verschlechtert. Das Schreiben der Autogramme bereitet ihm sichtlich mehr Schwierigkeiten als beim letzten Mal. Aber wem geht das nicht so, wenn es denn einmal damit begonnen hat.

Copyright:
Text und Fotos by Reggaestory

Mein besonderer Dank geht an Tourmanager Christoph von Revelation Concerts, das YAAM Team und natürlich ganz besonders an Yellowman und die Sagittarius Band.

Zum Interview von ReggaeInBerlin

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