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Revelation ConcertsYAAM
TARRUS RILEY FEAT. DEAN FRASER & THE BLAK SOIL BAND

04.10.2014 - YAAM Berlin

Tarrus Riley
Tarrus Riley war in den letzten 5 Jahren keineswegs ein seltener Gast in Deutschland. Seit 2010 hat er keine Pause eingelegt und das Reggae Jam (2010+12) und Summerjam (2011+13) im Wechsel bedient. Nicht Erwähnte mögen mir verzeihen. Durch die angesagten Reggae Clubs des Landes, ist Tarrus natürlich auch schon gezogen. Berlin stand mit dem Festsaal Kreuzberg, im April 2012 und im Juni 2013, ebenfalls schon einmal auf seinem Tourplan. Eine Berichterstattung wurde vom damaligen Veranstalter, trotz mehrfacher Anfrage, leider nicht unterstützt. So hatten wir uns bisher nur auf die Dokumentation seiner Festivalauftritte beschränkt. Der Besuch einer Einzelshow stand noch aus.
Nun endlich war er im Rahmen seiner „Love Situation“ Tour, auch im neuen YAAM von Berlin und damit in unserer meist besuchten Location.
Hier ein Auszug seines 2014er Europa-Tourplanes:

18.09.2014 - Schweiz - Genf - Post Tenebras Rock 
19.09.2014 - Frankreich - Rouen - Le 106 
20.09.2014 - Schweiz - Zürich - Rote Fabrik
26.09.2014 - Italien - Trezzo sull´Adda - Live Club
30.09.2014 - Deutschland - Stuttgart - Universum 
01.10.2014 - Deutschland - Hamburg - Fabrik 
02.10.2014 - Deutschland - Dortmund - D.-Keuning-Haus 
03.10.2014 - Deutschland - München - Backstage 
04.10.2014 - Deutschland - Berlin - YAAM 
05.10.2014 - Frankreich - Paris - Le Trianon
Love Situation
Vom 07-11.10. folgten noch fünf weitere Stationen in Frankreich, bevor es am 12. Oktober nach Belgien und vom 13.-15.10. nach Holland, sowie am 17. + 18.10. nochmals nach Frankreich ging.

Tarrus Riley, bürgerlich Omar Riley, kommt aus Jamaica und ist der Sohn von Martin James Norman Riley, besser bekannt als Jimmy Riley. Geboren wurde Tarrus allerdings 1979 in den USA. Durch seinen Vater, der schon mit den Techniques und den Sensations, sowie als Soloartist auf den Gebieten des Ska, Rocksteady und Reggae erfolgreich war und ist, war der Weg von Tarrus fast schon vorgezeichnet. Der spätere Erfolg von Tarrus gab aber auch der Karriere von Jimmy neue Impulse. Erst in 2013 hat Jimmy Riley mit „Contradiction“ ein neues Album veröffentlicht, auf dem auch sein Sohn nebst Sizzla, Half Pint und Fantan Mojah zum Einsatz kommen. Für die musikalische Entwicklung von Tarrus ist aber überwiegend Dean Fraser zu danken, der auch heute mit seinem Saxophone und der Blak Soil Band am Start ist. Im Jahr 2004 brachte Tarrus sein Debutalbum „Challenges“ heraus. 2006 folgte „Parables“ und im Jahr 2009 das hoch gelobte Album „Contagious“. Hits wie „She´s Royal“, „Living The Life Of A Gun“, „Love´s Cantagious” oder auch „Stop Watch“, sind nur einige der größten Renner seines bisherigen Schaffens, die jeden Reggae Fan vom Hocker reißen. 2014 folgte bei dem französischen Label Soulbeats mit „Mecoustic“, das eine Vielzahl seiner schon bekannten Hits zusammenfasst und als Akustik Versionen präsentiert, der vierte Streich. Seit Februar diesen Jahres ist nun mit „Love Situation“ das fünftes Album auf dem Markt, welches auch Namensgeber seiner diesjährigen Touren ist.
Auch wenn die großen Letter von Tarrus Rileys Namenszug, auf den meisten Tourpostern kaum noch Raum für andere Artists lassen, darf ein Mann nicht unerwähnt bleiben. Nämlich der Mann, der den Stein erst richtig ins Rollen gebracht und Tarrus zum Erfolg geführt hat - Dean Fraser. Ohne Tarrus´ Leistung schmälern zu wollen, wäre eine Live Show ohne Dean, wie ein Bier ohne Blume. Der füllige Mann mit Legendenstatus und seinem Saxophone, wird sicher jederman bekannt sein, darf aber nicht unerwähnt bleiben.
Dean Ivanhoe Fraser, kam am 04.08.1957 in Kingston zur Welt. Seit Anfang der 1970er Jahre wirkte Dean bereits als Saxophonist an Plattenaufnahmen anderer Künstler mit. 1978 nahm er bei Joe Gibbs mit „Black Horn Man“, sein erstes Soloalbum auf. Ja, und der Rest ist Geschichte. Heute ist Dean Fraser einer der wichtigsten Musiker Jamaicas und nahezu bei jedem Reggae Artist des Landes, auf einer seiner Aufnahmen zu hören. Auch international ist Dean besonders gefragt, ob als Live Musiker auf Tour oder bei Studioaufnahmen. Geht es um´s Saxophone im Reggae, ist er die erste Adresse. Neben aller Arbeit für andere Künstler, hat er aber nie seine eigenen Produktionen vernachlässigt oder aufgegeben, die inzwischen eine stattliche Anzahl ergeben (siehe rechte Randspalte).

Hier ein paar Eindrücke des Abends im Berliner YAAM.

Auch wenn Tarrus nicht zum ersten Mal und erst voriges Jahr in Berlin war, ist dies dem Andrang am YAAM kaum anzumerken. Vor Öffnung der Kasse reichte die Schlange wieder einmal bis auf die Straße hinaus. Die Konzerte von Tarrus Riley und Dean Fraser sind ungebrochen ein großer Publikumsmagnet. Anders als sonst, sind schon vor dem offiziellen Konzertbeginn die besten Plätze in der ersten Reihe vergeben. Relativ schnell füllt sich heute der Saal und einem pünktlichen Start wäre eigentlich nichts entgegen zu setzen. Schließlich wird es dann aber doch erst ein ganzes Stück nach 22:00 Uhr, als die Blak Soil Band auf der Bühne Aufstellung nimmt und sich gemeinsam mit Dean Fraser warm spielt. Die Hälfte der Band hat heute das gleiche schwarze T-Shirt, mit dem rot-gelb-grünen Aufdruck "Roots Rock Reggae", vom 2014er "Reggae In The Desert" angezogen.

Blak Soil Band

Dean Fraser Dean Fraser

Dean Fraser

Blak Soil Band

Glen Browne

Blak Soil Band

Für alle die sich nur die Poster angesehen und nicht die bisherige Tour im Internet verfolgt haben, gibt es nun mit Alaine ein überraschendes Vorprogramm.
Alaine Laughton, alias Alaine, wurde am 21. September 1978 in New Jersey, USA, geboren. Sie lebte zu verschiedenen Zeiten in den USA und Jamaica. Gegenwärtig lebt sie wieder in Kingston, Jamaica. 
Neben ihrer musikalischen Laufbahn als Sängerin und Songschreiberin, war sie aber auch schon 1988 in dem amerikanischen Filmdrama „Clara´s Heart“ (Deutscher Titel: Claras Geheimnis), neben Whoopi Goldberg zu sehen. Seit 2005 sind von ihr einige Singles veröffentlicht worden. Ihr Debutalbum „Sacrifice“ folgte 2007 bei Don Corleon Records. Das zweite Album „Luv A Dub“ kam 2009 in Japan heraus. Ihr neues Album „Ten Of Hearts“, war für September 2014 angekündigt, wird aber erst im Frühjahr 2015 auf den Tisch kommen. Alaine - Ten Of Hearts



Live Video: Alaine - 1/3 - Rise In Love

Alaine

Alaine Alaine

Damit alle Zweifel und Missverständnisse ausgeräumt werden, startet sie gleich mit ihrem allseits bekannten Hit „Rise In Love“. Der Wiedererkennungswert dieses Stückes dürfte jede nicht richtig verstandene Ansage wett gemacht haben.

Dean Fraser + Alaine

Alaine Alaine

Beim nächsten Track heißt es erst einmal "Schuhe aus" und Dean gibt etwas halbherzig Hilfestellung.



Live Video: Alaine - 2/3 - Without You

Alaine Alaine

Dean Fraser

Alaine Alaine

Auch am Keyboard zeigt Alaine, dass sie nicht nur singen kann.

Alaine

Blak Soil Band Alaine



Live Video: Alaine - Say Good Bye

Good bye Alaine! Das war doch schon einmal ein tolles Zusatzprogramm. Aber nun geht es nahtlos weiter mit Tarrus Riley. Nach einem kurzen Intro kommt Tarrus unter großem Jubel auf die Bühne und begrüßt gleich die ersten Fans mit Händeschütteln an der Bühnenkante. Die Stimmung ist im Nullkommanix ein ganzes Stück in Richtung Höhepunkt geschnellt. Schließlich hält Tarrus mit seinen besten Nummern nicht lange hinter den Berg und bringt „Love´s Contagious“ schon als dritten Song.



Live Video: Tarrus Riley - 1/6 - Intro + ... + Human Nature + Love´s Contagious

Tarrus Riley Tarrus Riley

Mitchum Chin

Mitchum "Khan" Chin

Tarrus lässt kaum Luft zwischen den Titeln und bringt stets mehrere Songs in einem Block. Da kann man in der Regel die Kamera weder abschalten noch später die Videos schneiden. Ich schaffe das einfach nicht. Auch die Massive kommt kaum aus dem Jubel heraus und singt jeden Song lautstark mit. Reggae Party pur!!



Live Video: Tarrus Riley - 2/6 - Superman + ... + Wildfire / Protect The People

Dean Fraser Dean Fraser

Glen Browne

Tarrus Riley Tarrus Riley

Und weiter geht es im rastlosen Marsch durch die imaginäre Setlist. Inzwischen zeichnen sich auch die ersten Spuren dieser Anstrengung auf Tarrus` Kleidung ab.



Live Video: Tarrus Riley - 3/6 - Beware + Liv Up + ...

Tarrus Riley

Dean Fraser Tarrus Riley

Tarrus Riley Tarrus Riley

Mit der wunderschönen Hymne „Lion Paw“, gibt es dann für Tarrus endlich eine kurze Erholungsphase und die Feuerzeuge tauchen das YAAM in ein funkelndes Lichtermeer. Während der Show pflegt Tarrus immer wieder den direkten Kontakt zu den Fans durch Händeschütteln.



Live Video: Tarrus Riley - 4/6 - Lion Paw + ...

Tarrus Riley

Glen Browne Mitchum Chin

Tarrus Riley Tarrus Riley

Mitchum Chin

Dean Fraser Dean Fraser

Zwischendurch gibt´s einen Joint zur Entspannung - nein natürlich nicht - alles nur Spaß und Schauspielerei mit witzigen Gesichtern zwischen Tarrus und Glen.

Tarrus Riley + Glen Browne Tarrus Riley



Live Video: Tarrus Riley - 5/6 - Burning Desire + 1 2 3 I Love You

Dean Fraser Dean Fraser

Dean Fraser Tarrus Riley

Mitchum Chin + Glen Browne

Mitchum Chin + Glen Browne Mitchum Chin + Glen Browne

Schließlich geht es in die Endrunde. Das heißt, nicht etwa der letzte Titel, sondern der letzte Block. Das ist wieder so ein Abschnitt, den man einfach nicht unterbrechen kann. Langsam sterben mir echt die Arme ab. ;-)
Jetzt kommt auch sein Keyboarder Christopher Smith mit einer Soloeinlage zum Zuge. Tarrus imitiert wieder sehr eindrucksvoll Buju Banton und Dean zeigt seine stimmlichen Qualitäten im Dancehall lastigen Song „Good Girl“. Alles in allem ein höchst abwechslungsreiches Finale, in dem sich die beiden Hauptakteure Dean und Tarrus auch einmal zwischendurch ausgiebig und verdienter Maßen feiern lassen können.



Live Video: Tarrus Riley - 6/6 - Stay With You + Respect You Buju + She´s Royal + Good Girl + Gimme Likkle One Drop

Das war doch wieder einmal eine berauschende und mitreißende Show!! Das YAAM ist mächtig aufgekocht und findet keine Ruhe. Da geht natürlich noch etwas. Dean heizt die Massive noch einmal richtig an, und es gibt tatsächlich noch zwei Titel als Zugabe. Diese genieße ich jetzt aber ohne Einsatz der Videokamera.

Tarrus Riley

Dean Fraser Dean Fraser

Tarrus Riley + Mitchum Chin

Tarrus Riley + Glen Browne

Tarrus Riley

Dean Fraser

Tarrus sein deutsches „Danke, Danke“ geben wir gerne vielfach zurück. Vielen Dank für dieses berauschende Fest. Danke an Tarrus Riley, Dean Fraser und die Blak Soil Band. Überraschungsgast Alaine natürlich nicht zu vergessen. Das geht schnell bei diesen alles überdeckenden Eindrücken.

Dann gibt es noch riesiges Gedränge am Merchandise Shop. Alaine und Tarrus stellen sich dort den Fans, zum signieren ihrer Alben und für gemeinsame Fotos. Auch wenn nicht alle zum Zuge kommen, und die Autogrammstunde irgendwann zu Ende geht, ist dies eine sehr gute Geste, in dessen Genuss die Fans nicht alle Tage kommen.
Wir hatten uns auf den Backstagebereich konzentriert, aber dort kommt Tarrus leider nicht mehr hin. Er ist aber so gut drauf, dass er uns spontan in den Tourbus einlädt.

Tarrus Riley - Tourbus Tarrus Riley

Am Tourbus

Tarrus Riley Tarrus Riley

Tarrus Riley

Ich habe noch nie einen Künstler erlebt, der so schnell wie Tarrus, Fotos und Albumcover signieren kann.

riddim-46 riddim-75

Riddim Nr. 46 aus 2009 und Nr. 75 aus 2014, sind als weiterführende Lektüre zu empfehlen. Zum Termin vergessen habe ich die Nummer 37 aus dem Jahr 2008, wie mir leider erst viel zu spät aufgefallen ist. Dort ist auch noch Dean Fraser mit auf dem Cover. Schade, man hat eben leider nicht alle Cover im Kopf, und Dean hätte sich sicher gefreut. Das wäre vielleicht mal eine Idee für die Riddim-Website, ein komplettes Verzeichnis zu erstellen.

Dean Fraser Tarrus Riley

Dean Fraser

Mit Dean Fraser und Tarrus Riley im Tourbus

Alaine ist leider nicht da. Sie ist ins Hotel zur „Erfrischungskur“ gegangen. Wir könnten noch warten, aber niemand weiß, wie lange es noch dauern könnte. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit, entschließen wir uns, lieber die Heimreise anzutreten. Es wird ganz sicher irgendein anderes Mal klappen.

Ein perfekter „Tag“ neigt sich dem Ende entgegen. Die lange Nachtfahrt auf der Autobahn fühlt sich heute kürzer an als gewohnt, obwohl sie aus Versehen noch deutlich länger wird als üblich. Der viele Gesprächsstoff hat mich glatt einen Abzweig verpassen lassen. Aber macht nix, irgendwie stehe ich heute so unter Strom, dass ich glatt noch paar hundert Kilometer fahren könnte.

Copyright: www.reggaestory.de
Text + Videokamera: Peter Joachim
Fotos: Madlen + Marion + Peter Joachim

Mein Dank geht an Christoph von Revelation Concerts, das YAAM Team und natürlich ganz besonders an die Künstler des Abends.

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