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TANYA STEPHENS - THE REBELUTION TOUR 2007 in Deutschland

01.03.2007 - Berlin   

Flyer An dieser Stelle noch einmal zu berichten wer Tanya Stephens eigentlich ist, dürfte einem „Wasser in die Elbe tragen“ gleichkommen. Einerseits gibt es schon diverse ausführliche Biographien im Netz (z.B. bei Wikipedia u.A.) und andererseits hat Tanya Stephens in den letzten vier zurückliegenden  Jahren so viel Aufmerksamkeit erregt, dass dies keinem entgangen sein kann. Spätestens ihre Mitwirkung auf Seeeds Album „Music Monks“ dürfte auch in Deutschland den letzten Chiller aufgeweckt haben. Ihr „It..s A Pity“ auf dem Doctor..s Darling Riddim, ist wohl eine der bekanntesten und besten Versionen auf diesem Riddim.
Mit dem im Jahr 2004 veröffentlichtem Album „Gangsta Blues“ hatte sie den bis dahin größten Erfolg. Aber im Jahr 2006 kommt mit „Rebelution“ eine weitere Arbeit auf dem Markt, die den Erfolg von „Gangsta Blues“ mehr als einstellen dürfte. Die Kritiken für dieses Album sind durchgängig positiv und könnten gar nicht besser sein.
Da Tanya Stephens vielfach als Dancehall Artist beschrieben wird, sei an dieser Stelle nur einmal klargestellt, dass dies auf keinen Fall die gegenwärtige Hauptrichtung sein dürfte. Tanya schlägt viele ruhige Töne an, die schon teilweise dem Folk sehr nahe kommen und stellenweise damit fast ein wenig an Tracy Chapman erinnern. Vergleiche mit Dancehall Artists wie Lady Saw und Anderen sind meiner Meinung nach völlig fehl am Platz. Tanya Stephens dürfte längst in der Roots-Reggae-Fangemeinde eine weitere große
Anhängerschar gefunden haben.

Tanya Stephens Tanya Stephens

Gegenwärtig befindet sich Tanya Stephens auf Europatournee. Mit auf dem Programm stehen bzw. standen fünf deutsche Stationen. Am 25. Februar war Stuttgart und am nächsten Tag München an der Reihe. Danach ging es erst einmal außer Landes. Am 01.März war das Berliner Kesselhaus die nächste deutsche Station. Die letzten beiden deutschen Gigs werden am 07. März in Hamburg und am 08.03. in Dortmund stattfinden, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Das Tourmanagement in Deutschland wird wieder in bewährter Weise von der Contour Music Promotion GmbH getragen.
Doch nun zurück zum 01. März, an dem wir im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei ihre Show erleben durften.
Im Vorprogramm erlebten wir Lizza, eine junge blonde Sängerin, die besonders stolz darauf war im Vorprogramm von Tanya Stephens auftreten zu können, da es Tanya war, die sie dazu inspiriert hat mit dem Singen zu beginnen. Sie präsentierte eine gute Mischung aus Reggae und Dancehall. Unterstützt wurde sie von Lou Large an den Plattentellern. Als guter Kontrast stieß dann noch Gunjah Deluxe hinzu, dessen Album „Freakshow“ kürzlich bei Grooving Smokers Music erschienen ist.
Das Kesselhaus war gut gefüllt, so dass man auch die Empore öffnen musste. Nach dem Vorprogramm rief die Massive bereits ungeduldig nach Tanya, da es noch eine Pause gab, die Lou Large mit Musik aus der Konserve überbrücken musste. Endlich war es dann soweit und Tanya begann mit „Handle The Medley“ ihr Programm. 

Tanya Stephens Tanya Stephens

Mit dem nächsten Tune „Boom Wuk“ (von Gangsta Blues) war dann die Massive bereits nicht mehr zu halten. Die Stimmung war kaum mehr zu übertreffen und der Lärm der Fans übertraf die stärksten Boxen auf der Bühne. Wer die beiden letzten Alben kennt, wird wissen, dass zwar nicht jeder Tune gleich nach Reggae klingt, aber beim Konzert war das völlig anders. Zum Rebelution Album gibt es noch eine DVD, auf der es sogar noch ruhigere Versionen nur mit Gitarrenbegleitung gibt. Bei der Show war aber alles weitestgehend auf Reggae-Party ausgerichtet. Wer also denkt, mit den beiden Alben sei er genug bedient, wird eines Besseren belehrt.

bei Tanya Stephens Tanya Stephens

Weiter ging es mit „Good Ride“, „What..s Your Story“ und „Can..t Breathe”, alle drei Stücke vom Album „Gangsta Blues“. Tanya Stephens brachte einen gut ausgewogenen Querschnitt, der wohl jedem gerecht geworden sein dürfte. Der Tourname „Rebelution“ erweckt den Anschein einer Promotiontour zur Vorstellung ihres letzten Albums, aber davon waren die wenigsten Stücke vertreten. Die meisten Stücke waren vom Album „Gangsta Blues“. Wir können uns also weiterhin freuen auf die Erweiterung ihres künftigen Programms und dürfen bei der nächsten Tour wiederum nicht fehlen. Doch zurück zur Show, die mit „After You“, „Addicted“, „Rescue“, „Tek Him Back“, „What A Day“, „Little White Lie” …….. ihren weiteren Verlauf nahm.

Tanya Stephens Tanya Stephens

Aber wir wollen der Massive in Hamburg und Dortmund nicht alles verraten. Lasst Euch das nicht entgehen. Besonders an die Adresse der Roots- und Reggaefans sei gesagt, lasst Euch nicht vom allgemeinen „Dancehall-Etikett“ abschrecken – Ihr werdet ausreichend bedient.

Kesselhaus Kesselhaus

Höhe- und Schlusspunkt der Show war natürlich „It..s A Pity“, was es als Extended Version mit Soloeinlagen gab, während dessen Tanya ihre Band und die Backgroundsängerinnen (und Tänzerinnen) vorstellte. Den beiden Backgroundsängerinnen zuzusehen war eine Freude für sich, tolle Bewegungen und immer das schönste Lachen im Gesicht. Auch von der anderen Seite wurde Tanya vom Mann am Bass mit der besten Laune eingerahmt. Eine Show für sich konnte man auch hinter dem Schlagzeug sehen. Leider wird dies nicht für alle sichtbar gewesen sein. Der Mann verrichtete Schwerstarbeit. Man hätte glauben können, da sind mehr als zwei Arme und zwei Beine im Spiel.

Tanya Stephens Kesselhaus

Letztendlich ist aber leider auch das schönste Konzert zu Ende. Nach „It..s A Pity“ gab..s zwar noch eine Zugabe, die einen Gang zurückschaltete, aber die Massive ließ sich trotzdem nur schwer abkühlen. Keiner wollte im Anschluss so richtig gehen. Lou Large an den Plattentellern musste also noch einmal ran und die Sache langsam ausklingen lassen.

Tanya Stephens Tanya Stephens
Tanya Stephens Tanya Stephens

Aber die nächste Reggae-Party kommt ganz bestimmt. Schon hängen die nächsten Plakate im Kesselhaus mit Turbulence, Queen Ifrica, Gyptian, Lucky Dube und ...

Copyright: Text und Fotos by Reggaestory

Mein besonderer Dank geht an das Berliner Kesselhaus und Thorsten von der Contour Music Promotion GmbH.

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