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Debutalbum:
PROFESSOR - "Madness"

27.06.2011

Professor Wer ist eigentlich Professor, kommt mir in den Sinn, als ich diese Scheibe sehe? Also erst einmal reinhören, und ich bin überrascht. Hinter Professor verbirgt sich kein Geringerer als Harrison Stafford, Lead Sänger und einer der Gründer der kalifornischen Band Groundation. Aber es ist alles anders. An Groundation erinnert nur noch die markante Stimme von Harrison Stafford. Und das hat seinen Grund. Für die musikalische Begleitung hat er einige Reggae Legenden 
engagiert, sowie das Album im Kingstoner Harry J Studio  aufgenommen und geschnitten.
An den Drums Leroy „Horsemouth“ Wallace, am Bass Errol „Flabba“ Holt, Lloyd „Obeah“ Denton (Israel Vibration, Horace Andy) am Keyboard und Dalton Brownie an der Gitarre. Darüber hinaus unterstützen ihn beim Gesang alte Hasen wie Winston McAnuff, U-Roy, Bernard Collins (The Abyssinians) und Ashanti Roy (The Congos). Das Ergebnis ist ein klassisches Roots Reggae Album, mit 8 Stücken, ergänzt mit 8 Dubversionen von seinem Jugendfreund Rob Cross.

Professor and Band

Von links nach rechts: Leroy "Horsemouth" Wallace, Errol "Flabba" Holt, Dalton Brownie,
Harrison Stafford und Lloyd "Obeah" Denton.

Auf dem Album verarbeitet Harrison Stafford seine Eindrücke und Gedanken von seiner Reise durch Israel und das Gebiet des ehemaligen Palästina und Jordanien, aus dem Jahr 2010. Gemeinsam mit Groundation war er schon die Jahre 2008 und 2009 dreimal in Tel Aviv aufgetreten. Letztes Jahr besuchte er nun verschiedene Orte der sogenannten „West Bank“ (Westjordanland), welches Israel nach dem Sechstagekrieg gegen Jordanien, seit 1967 besetzt hält. Hebron, Ramallah, Jericho, Nablus und Qalqiliya standen auf diesem 10-tägigen Reiseplan. Nachts lief er dann allein durch die Straßen, verarbeitete seine Eindrücke vom Tage und sang dazu passende Texte in sein iPhone. Nach seiner Rückkehr von Israel ging er nach Jamaika, wo er sich in den Bergen oberhalb von St. Ann´s Bay in seiner Einzimmerwohnung einschloss und mit der Gitarre die Riddims zu seinen 8 Westbank Songs bastelte. Danach nahm er Kontakt zu seinen Freund „Horsemouth“ auf und stellte seine Ideen vor.Ein paar Wochen später, als die Songs den letzten Schliff bekommen hatten, wurde auch noch „Flabba“ Holt hinzugezogen, und das Projekt nahm seinen Lauf.

Jah Love

Das Album ist seit 06.05.2011 im Handel und über Soulbeats Records zu beziehen bzw. hierzulande auch über Irie Records lieferbar.

Madness

Rückseite Albumcover "Madness"



Album Promo Video - Madness



Offizielles Video: Roller Coaster feat. Bernard Collins

Harrison Stafford oder nun auch „Professor“ genannt, war so freundlich in Ergänzung dieser Albumvorstellung, noch ein kleines Interview zu geben.

Reggaestory.de: Hallo Harrison, wie geht es dir? Wir haben uns ein paar Mal bei deinen Auftritten mit Groundation gesehen. Nun habe ich kürzlich dein Soloprojekt „Madness“ gehört. Müssen wir um Groundation fürchten?
Harrison: Nein da sollte keine Angst um Groundation wegen diesem Solo Projekt sein. Ich hatte auch bisher niemals die Idee für ein "side-project". Es waren meine Erlebnisse in der West Bank, die mich veranlassten dies weiter zu geben und ein MUSS für die Aufnahme dieses Neben-Albums ... das ist kein Groundation Album.
Reggaestory.de: Was ist der Grund für dieses Soloalbum „Madness“ und warum hast du andere Musiker genommen?
Harrison: Es war meine Reise in die Westbank, mit Orten wie Ramallah, Hebron, Nablus und Qalqiliya, welche mich tief beeindruckten. Während der ganzen Reise hatte ich meine musikalischen Ideen schon mit meinem iPhone aufgenommen. Einfache Lieder, Melodien und Texte, welche letztendlich zu den 8 Tracks des Albums verarbeitet worden sind. Während ich in Ramallah war, besuchte ich einen palästinensischen Dichter. Er sagte, er kenne Reggae aber er mag diese Musik nicht, wegen seiner negativen und zionistischen Botschaften. Das konnte ich nicht glauben, dass diese Musik von der ich glaubte sie sei so positiv, so gesehen werden könnte. Und nun war hier jemand, der auch die Musik und Bob Marley kennt - und für diesen Mann war es negativ!? Ich weiß, dass war nicht Bobs Absicht, nicht Bobs Botschaft, und ich möchte dazu beitragen diesen Eindruck zu ändern. Ich wollte ihm beweisen, dass Reggae und Rasta die Stimme aller Leute ist, die für Gleichberechtigung kämpfen und natürlich sind das auch alle alten jamaikanischen Rasta Musiker, die in Kingston aufgenommen wurden. Ich möchte dem palästinensischen Dichter die Aufnahme zeigen und fragen ... "Wie ist es damit?"
Reggaestory.de: Im Titelsong „Madness“ können wir U Roy hören. Ist U Roy dein Lieblings Reggae Artist, da du ihn für den Titelsong ausgewählt hast?
Harrison: U Roy ist eine von vielen extrem begabten und originalen Stimmen von Jamaika. Die Liste Jener, welche mich inspiriert und geholfen haben, mein Leben zu gestalten, ist lang, und U Roy ist dabei - ganz sicher.
Reggaestory.de: U Roy ist auch einer meiner Lieblingskünstler, aber der schönste Song des Albums ist für mich „See Them Come“. Was glaubst du, wird bei den Fans am besten ankommen?
Harrison: Alle Titel bedeuten viel für mich, da gibt es kein Lieblingsstück. Auch bei meiner Arbeit mit Groundation habe ich keinen Lieblingssong. Sie kommen alle aus meinen tiefsten Inneren.
Reggaestory.de: Ist dein Künstlername „Professor“ neu oder ist das ein alter Spitzname? Was ist der Grund für diesen Namen?
Harrison: Das ist ein alter Spitzname, den mir die älteren Rasta Musiker gegeben haben. Es kommt von der Tatsache, dass ich die Geschichte des Reggae auf der kalifornischen Universität studiert habe und für viele Jamaikaner sehe ich auch so aus wie ein Professor.
Reggaestory.de: Kannst du mir noch dein Geburtsdatum verraten? Es ist schwer zu schätzen für mich, und bisher konnte ich es noch nirgendwo lesen.
Harrison: Ich bin im Monat November geboren, am 26. Tag, im Jahre 1977.
Reggaestory.de: Letzte Frage. Möchtest du den Lesern dieses Interviews noch etwas persönlich sagen? Hast du ein Statement?
Harrison: Behaltet euren Glauben, gute Dinge liegen in der Zukunft!
Reggaestory.de: Vielen Dank für deine Zeit und das Interview. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deiner Musik.

Professor and Band

Copyright: Text by Reggaestory (teilweise frei nach Angaben von Harrison Stafford)
Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Soulbeats

Mein besonderer Dank geht an Sarah Mokni von Soulbeats Records und Harrison „Professor“ Stafford.

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