Imprint Contact
 Offbeat Foundation Enrico Mildner Bodo MartinAgneta HöselJosefine MöbiusKatrin TurinskyAndreas GrießAndreas KrugMarco ReichardtMarkus SchubertRobert GöhlerUwe MerbitzBeate BurgemeisterRain Records Markt der Kulturen Pirna
OFFBEAT FOUNDATION – LION OF SAXONY MEETS LION OF JUDAH

25.05.2013 – Markt der Kulturen Pirna

Offbeat Foundation - First
„In Dresden tut sich Großartiges!“, so die Ansage von Drummer und Bandmanager Bodo Martin der Offbeat Foundation, bei unserem Erstkontakt. Und das Beste daran – der Mann ist nicht befangen, er hat wirklich Recht! Wenn Offbeat Foundation mit ihren 11 Musikern inkl. 3 Mädels für Dance und Backgroundvocals, über die Hörer hereinbrechen, benötigen sie nicht viel Zeit, um sie zu bekehren. Die „neue“ Band Offbeat Foundation wurde von Enrico Mildner alias „Mr. Mild Ericson“, ehemaliges Gründungsmitglied der Dresdner Reggae- und Ska Institution Yellow Umbrella, aus der Taufe gehoben.
Nach über einem arbeitsreichen und anstrengenden zurückliegendem Jahr, präsentiert die Band mit „1st“ nun ihren ersten Longplayer. Die Record Release Party in der Dresdner Groove Station stieg am 09.03.2013. Mangels ausreichender Werbung oder anderer Infos, haben wir die leider verpasst. Ein Folgetermin zur Berichterstattung war aber schnell gefunden.

Hier ein Auszug der gegenwärtigen Terminplanung:


24.05.2013 – Chemnitz / Tillmann´s
25.05.2013 – Pirna / Markt der Kulturen
01.06.2013 – Dresden / Club Puschkin
16.06.2013 – Döbeln / Stadtfest
25.08.2013 – Dresden / Hechtfest
07.09.2013 – Leipzig / Sternburg Brauereifest
10.10.2013 – Mittweida / Studentenclub
16.11.2013 – Wittenberg / Irish Harp Pub
26.12.2013 – Annaberg-Buchholz / Alte Brauerei
Offbeat Foundation- Flyer

Frontmann Enrico Mildner, war auch schon früher als Frontmann von Yellow Umbrella der Dresdner Reggae- und Ska-Szene ein Begriff. Um die Jahrtausendwende kristallisierte sich jedoch heraus, dass er sich mehr seiner Familie widmen wollte, was ihn veranlasste, die Band zu verlassen.

Yellow Umbrella mit Enrico

Yellow Umbrella mit Enrico Mildner (Mitte)

Ein echter Musiker kann aber nicht für ewig seine Liebe zur Musik begraben. Dies wurde auch Enrico im Laufe der Jahre klar. So reifte nach ungefähr 8 Jahren der Entschluss, in die Branche und auf die Bühne zurückzukehren.
Maßgeblich unterstützt wurde er dabei von dem Chemnitzer Bodo Martin, der bereits für die Chemnitzer Country Band „Bandana“ spielt und das Management in den Händen hält. So ist es auch kein Wunder, dass die im Jahr 2008 mit Enrico Mildner ins Leben gerufene neue Band „Offbeat Foundation“, mit Musikern aus Dresden und Chemnitz besetzt wurde und so eine rein sächsische Reggae und Ska Band geworden ist.

Offbeat Foundation sind: Enrico Mildner (Vocals, Guitar), Bodo Martin (Drums, Management), Agneta Hösel (Vocals), Josefine Möbius (Vocals), Katrin Turinsky (Vocals), Andreas Grieß (Saxophone), Andreas Krug (Keyboards), Marco Reichardt (Bass), Markus Schubert (Trombone), Robert Göhler (Trombone), Uwe Merbitz (Percussion), sowie an der Technik Beate Burgemeister.

Das am 09.03.2013 präsentierte Debütalbum „First“, wurde bei dem Dresdner Label „Rain Records“ veröffentlicht, hinter dem Posaunist Thomas Hellmich von Yellow Umbrella steht.

Soweit zur einführenden Vorstellung der Bandhintergründe von Offbeat Foundation. Begeben wir uns heute nach Pirna zum Markt der Kulturen und holen uns ein paar frische Eindrücke von Sachsens neuer Reggae- und Ska-Hoffnung.

Der „Markt der Kulturen“ auf dem schönen historischen Marktplatz von Pirna, feiert bereits seinen 11. Geburtstag. Neben einem ganztägigen musikalischen Programm auf zwei Bühnen, erwarten die Besucher über 80 Stände, die sich neben dem leiblichen Wohl, mit Kunsthandwerk, Informationen zu Asyl, Migration, Menschenrechten, Zivilcourage, politischer Bildung und vielem mehr beschäftigen.

Markt der Kulturen - Pirna Markt der Kulturen - Pirna
Markt der Kulturen - Pirna

Markt der Kulturen - Pirna

Markt der Kulturen - Pirna Markt der Kulturen - Pirna

Mit dabei ist auch der in Oschatz (Sachsen) ansässige Verein „Fahrräder für Afrika“, der sich über jede Fahrradspende, ob alt oder neu, oder sei es nur ein Teil davon, freut. Ihr Motto: „Dein altes Fahrrad hilft, das Leben in Afrika nachhaltig zu verbessern!“. Mehr Informationen solltet ihr euch unbedingt auf der Website von „Fahrräder für Afrika“ holen.

Fahrräder für Afrika

Als schließlich die Zeit für den Auftritt von Offbeat Foundation näher rückt, entdecke ich Bodo Martin in der Menge. Mit seiner auffälligen Kotelettenfrisur ist er kaum zu übersehen. Wir reden kurz über die kommende Show und die heutige Setlist. Ein wenig enttäuscht bin ich, weil der für mich schönste Titel des Debutalbums gar nicht auf der Liste steht. „Da musst du am Ende des Konzerts, mal richtig laut danach rufen. Vielleicht wird´s dann ja noch. Den heben wir uns meistens für den Schluss auf.“, meint Bodo vielsagend. Schon im Vorfeld der heutigen Show, hatte ich mich eingehend mit dem Debutalbum auseinandergesetzt, das ein gut ausgewogenes Verhältnis von Reggae- und Ska-Stücken enthält. Besonders haben es mir einige Reggae-Nummern angetan, die sich mit „I Love It“, „Days Are Numbered“, „Don´t You Go“, „Hehe“ und eben „You Feel So Lonely“ hervorheben.

Gegen 18:15 Uhr beginnt der Soundcheck auf der Bühne, und wir beobachten mit Sorge den Himmel über Pirna. Aus Richtung Dresden schiebt sich langsam aber stetig eine Verdunklung des Himmels heran. Es sollte ja laut Wetterbericht sowieso schon den ganzen Tag regnen. Zum bisherigen Glück war das aber noch nicht eingetroffen. Wegen ein paar technischer Probleme verschiebt sich nun auch noch etwas der Beginn der Show. Der Draht zwischen Enricos Gitarre und dem vollen Klangerlebnis will einfach nicht zustande kommen.

Offbeat Foundation Offbeat Foundation
Offbeat Foundation Offbeat Foundation
Offbeat Foundation

Also geht es erst einmal weiter mit den anderen Bandmitgliedern und den dazugehörenden Strippen, während sich die Technik mit der Kabelei um Enricos Gitarre befasst. Schließlich ist auch dieses Problem abgearbeitet und die Band kann endlich beginnen.

Der Start der Show beginnt wie das Debütalbum mit dem kurzen und Ska betonten „Running Up“, bevor mit „I Love It“ gleich das erste hitverdächtige Reggae-Stück über den Pirnaer Markt dröhnt. Schöner schwerer Sound.
Das Publikum sieht heute überwiegend überhaupt nicht ska- oder reggaeverdächtig aus, wie ich übrigens auch, was Bodo vorhin scherzhaft und verwundert als „bürgerlichen Aufzug“ einstufte. Trotzdem ist das Publikum von Anfang an bei der Sache und geht richtig mit. Sicher wird die Szene heute ein paar neue Fans gewinnen.

Offbeat Foundation

Offbeat Foundation Offbeat Foundation
Offbeat Foundation

Weiter geht es mit „Candela“, ein altes Yellow Umbrella Stück von Enrico, welches von Offbeat Foundation neu aufgenommen worden ist. Eigentlich sollte es ja „Manuela“ heißen, was aber schließlich durch Bandentscheid von Yellow Umbrella zu „Candela“ umgetauft worden ist. „Candela“ lässt sich vielleicht auch besser singen als „Manuela“, weil es eine Silbe kürzer ist, und einen alten deutschen Schlager mit dem Namen „Manuela“ gibt es ja auch schon.

Yellow Umbrella - Flight No. 20-8-3 Enrico Mildner

Bild 1: Album Cover - Yellow Umbrella "Flight No. 20-8-3" auf dem "Candela" enthalten ist
Bild 2: Enrico Mildner zu Zeiten von Yellow Umbrella



Live Video: Offbeat Foundation – Candela

Nächster Titel ist „Days Are Numbered“, wieder schöner schwerer Reggae Sound mit markanten Bläsersätzen und einer verträumten Keyboardmelodie. Richtig gut und eines der besten Stücke von „1st“. Enrico singt mit geschlossenen Augen, wie fast bei jedem Stück.

Offbeat Foundation

Offbeat Foundation

Offbeat Foundation



Live Video: Offbeat Foundation – Days Are Numbered

Der Himmel hat sich inzwischen immer weiter zugezogen, und die ersten Regentropfen hüllen Marktplatz und Bühne ein. Vertreiben lässt sich aber hier niemand, Offbeat Foundation ist eben ein echter Höhepunkt des Tages.
Jetzt kommen erst einmal die Ska Fans auf ihre Kosten und werden mit „Longtime Ska“, „As You Are My Last Stand“ und „Xylophone“ beglückt.

Offbeat Foundation

Offbeat Foundation Offbeat Foundation
Offbeat Foundation Offbeat Foundation

Dann folgt mit „Don´t You Go“ wieder Reggae und für mich ein weiterer Höhepunkt des Debütalbums „1st“. Gewaltiger Sound, der wie eine schwere Dampflok über den Marktplatz dröhnt. Der Regen wird stärker. Schwieriges Filmen mit Schirm und einer Hand, fällt aber letztendlich überhaupt nicht auf. Man kann zufrieden sein. Selbst der Regen wird unsichtbar und zeigt sich nur bei bestimmten Gegenlichtverhältnissen.



Live Video: Offbeat Foundation – Don´t You Go

Weiter geht´s mit „Spirits Of The Past“ und „Catch Me If You Can“. Beide Titel sind auch auf dem Debütalbum „1st“ zu finden. Beide Stücke gehen wieder in Richtung Ska, wobei der letztere von beiden sehr gut zum mitsingen verleitet. Gute Stimmung hier auf dem Markt. Der Regen hat eigentlich gar keine Chance, die Stimmung zu vermiesen.

Offbeat Foundation Offbeat Foundation
Offbeat Foundation Offbeat Foundation
Offbeat Foundation

Offbeat Foundation

Dann folgt „Hehe“, schon wieder ein hitverdächtiges Stück. Die „Dampflok“ schnauft wieder im schweren Reggae Sound über die Bühne. Ich bin schwer beeindruckt. Dazwischen eine kurze Ska Einlage. Die Mädels tanzen auf der Bühne mit freudestrahlenden Gesichtern, wie eigentlich die ganze Show schon lang. Sie punkten eigentlich in jedem Titel mit Tanz, einer super Ausstrahlung, schönem Backgroundgesang und mitgehender Mimik. Mitmachen ist angesagt: „he he he – das macht ihr zirka 10 Minuten …“, Enrico lacht. Alle machen mit, klatschen im Takt, und es schallt vielstimmig „he he he“ zurück.



Live Video: Offbeat Foundation – Hehe

Mit „Your Are Exactly What I Want“ und Ska geht es in die Endrunde und die geplante einstündige Showtime ist ausgeschöpft. Die gesamt Band versammelt sich an der Bühnenkante und verbeugt sich. Recht erfrischend sind immer die von Bodo in sächsischer Mundart eingeworfenen Bemerkungen und Sprüche. Erst diese super Musik, und dann diese Ansagen, die jeden Besucher an die Heimat erinnern. Ja, auch die Sachsen können eben diese geile Musik machen.

Offbeat Foundation





Offbeat Foundation Offbeat Foundation

Jetzt brauche ich nur noch „You Feel So Lonely“, und dann wäre ich restlos zufrieden. Ich versuche mein Glück und rufe den Titel laut in Richtung Bühne. Bodo legt die Hand hinter das Ohr und will mehr hören. Und tatsächlich – es folgt „You Feel So Lonely“, ein weiteres Highlight zum endgültigen Abschluss. Ein wunderschöner Reggae Titel mit gefühlvoller Melodie, die von den Mädels perfekt als Background eingesungen wird. Kamera läuft und der Regen rinnt mir ins Genick. Irgendwie entgleitet mir langsam der Regenschutz, und es gibt ein paar Verwackler auf dem Video. Zwischendrin stellt Enrico die Bandmitglieder vor und bittet um den wohlverdienten Applause für alle Beteiligten. Dann Bodo: „… und auch dem Mann, der all diese geilen Hits schreibt und singt. Enrico Mildner aus Dresden!“ Dem kann sich wirklich jeder anschließen. Vielen Dank Enrico und Offbeat Foundation!! Dann wieder weiter in Bodos witzigem Text. „Wir haben sensationell ökologisch einwandfreie Einkaufstüten. Wir haben CD-s dabei, wir haben T-Shirts. …“ Bodo dankt noch allen anderen Beteiligten, die nicht auf der Bühne zu sehen sind und schließt ab mit dem Gruß „Do swidanja!“. „Applause für Offbeat Foundation!“, so auch noch einmal die Moderatorin des Marktes der Kulturen. Bodo ergänzt im Gegenzug: „Applause für die Plaudertasche des Marktes der Kulturen, meine Damen und Herren, wenn sie mal schauen möchten! …“ Der Mann ist echt witzig und könnte Komiker werden. Dann noch einmal von ihm das zackige Kommando für die Band zur zweiten Verbeugung. „Der Plattenladen hat auf, tschüß danke!“, schiebt Bodo nach, und es geht auf der Bühne an´s Einpacken.



Live Video: Offbeat Foundation – You Feel So Lonely

Bodo danach zu mir: „Na dein Lieblingstitel ist doch noch gekommen, haste Schwein gehabt!“

Hier noch zum Abschluss ein paar Fragen an Enrico Mildner und die Band.

Reggaestory.de: Überall ist die Zahl 8 zu lesen, wenn es um die Anzahl der Jahre geht, die zwischen deinem musikalischen Aus- und Einstieg liegen. Wenn man aber nicht deine Vorgeschichte mit Yellow Umbrella kennt und nicht den Aufdruck „Founded In 2008“ auf eurem Debutalbum „1st“ gesehen hat, ist es schwierig die 8 Jahre zeitlich einzuordnen. Trotzdem fehlt mir immer noch der Zeitraum von 2008 bis 2013 eurer Bandgeschichte. Kannst du ein wenig über diese Zeit erzählen? Wie kam es zur Bandgründung, wie ist die Entwicklung bis heute abgelaufen usw..
Enrico: Es gab immer mal wieder Umbesetzungen. Eine Band mit fester Besetzung aufzubauen ist schwierig und dauert. Am Anfang waren wir nur zu zweit. Ich hatte einen alten Freund durch Zufall wieder getroffen (Frank Haußig - Bass/ ist nicht mehr dabei). Bei ihm in der Wohnung hat alles angefangen. Wir haben ein bisschen herumprobiert, aber mir war das zu wenig. So habe ich mich auf die Suche nach weiteren Leuten für die Band gemacht. Teils über Bekannte, teilweise hatte ich auch versucht ehemalige Yellow Umbrella Mitglieder wieder in's Boot zu holen. Aber wir sind ja alle nicht mehr ganz neu, jeder hatte sein eigenes Leben weitergeführt, Familien gegründet, usw.. Bei den meisten war das größte Problem, die Zeit für so ein Projekt aufzubringen. Für manche, gute Musiker war das Projekt noch zu sehr in den Kinderschuhen, um da einzusteigen und Zeit zu investieren. Aber letztendlich, wie schon oben beschrieben, stand dann irgendwann die heutige Besetzung. :o)
Reggaestory.de: Auf eurem Debutalbum sind noch vier Bläser als Bandmitglieder aufgeführt. Auf eurer Website und auch heute auf der Bühne ist und war Matthias Warmke aber nicht mehr zu sehen. Hat sich die Bandzusammensetzung diesbezüglich wieder geändert?
Enrico: Ja, die persönliche Situation zwang leider den Matthias wieder in seine Heimatstadt Stuttgart zurückzukehren ...
Reggaestory.de: Als du damals bei Yellow Umbrella ausgestiegen bist, war das sicher ein schwerer Schritt für dich. Was hat sich seit dem an den Gründen oder der Einstellung zur Sache bei dir und deiner inzwischen gewachsenen Familie geändert? Immerhin hast du zum Glück wieder angefangen.
Enrico: Das ist mir in der Tat unheimlich schwer gefallen und ich habe auch sehr lange gebraucht, diese, meine Entscheidung zu verarbeiten. Ich wollte eigentlich nur mal eine Pause, Abstand, mich wieder auf mich selbst zu besinnen, auf meine Familie, die Kinder. Mit meiner damaligen Arbeit wurde es auch immer schwieriger, Zeit für die Touren zu finden - Urlaubstage sind nun mal begrenzt ... Als ich später wieder Kontakt zu Yellow Umbrella gesucht hatte, musste ich feststellen, dass man leider ohne mich recht gut klar kam ... ;o) Heute halte ich meine damalige Entscheidung allerdings für einen Schritt, den man besser hätte überdenken sollen ... Ich wusste damals nicht, dass ich auf Musik einfach nicht mehr verzichten kann. Auch musste ich feststellen, dass man mir das übel genommen hatte. Nicht nur die Band, auch die Fans wussten damit nicht umzugehen. Von der Yellow Umbrella Seite fühlte sich allerdings auch niemand berufen, dafür mal eine Erklärung abzugeben. Sie wussten vielleicht auch keine ... ;o) Vielleicht verstehen sie es heute, da sie alle eigene Kinder haben ...
Reggaestory.de: Ich nehme an, dass sich deine Kinder nun auch bei dir infiziert haben? Wenn mir das richtig aufgefallen ist, sind sie heute recht interessiert mit bei der Truppe?
Enrico: Naja, zumindest mein Sohn hat wohl was von mir mitbekommen - er spielt seit zwei Jahren Schlagzeug. ;o)
Reggaestory.de: Wie seid ihr oder du eigentlich auf den Namen „Offbeat Foundation“ gekommen?
Enrico: Die Musikrichtung sollte schon am Namen erkennbar sein, deshalb natürlich Offbeat. Bei Foundation kann mal wohl eher von dem Begriff Stiftung ausgehen (deshalb auch die Idee mit dem CD-Booklet) - eine Sammlung von Musikern, die gemeinsam Musik machen. Da wir unter Umständen auch mal mit Ersatzmusikern spielen müssen, wenn mal einer von uns nicht kann, sehe ich die "Stiftung" als eine Art Pool. Aber das kommt nur sehr selten vor - die Stammbesatzung steht in der Regel bereit ... ;o)
Reggaestory.de: Weil wir gerade bei Ideen sind. Euer Logo und das Cover auf dem Debutalbum mit den beiden Löwen und den jeweils zugehörigen Farben grün-weiß bzw. rot-gelb-grün finde ich genial. Kannst du dazu etwas erzählen?
Enrico: Die Grundidee für das Logo kam von unserem Keyboarder Andreas Krug. Die Idee mit den beiden Löwen finde ich übrigens auch total genial und kam inklusive Endgestaltung des Logos, Covers und Booklets von Renè Spangler, ein Mitarbeiter der Chemnitzer Firma „druckbar“ . Aber letztendlich hat sich fast jeder in der Band in die Entstehung des Covers eingemischt ... ;o)
Reggaestory.de: Was ist dir lieber, Reggae oder Ska, und was ist dein Lieblingsstück des Debutalbums? Meinen Favoriten kennt ihr ja schon.
Enrico: Ursprünglich ist meine Musik ganz klar der Reggae. Erst durch die Einflüsse anderer Yellow Umbrella Mitglieder wurde mir aber auch der Ska vertraut, was ja auch eigentlich eine Grundlage aller weiteren Entwicklungen in der jamaikanischen Musik war - auch des späteren Reggae. Aber mein Herz hängt natürlich immer noch hauptsächlich nach wie vor an den schweren, groovigen Riddims des Reggae ...
Meine Lieblingsstücke sind ganz klar "I LOVE IT" und auch "AS YOU ARE MY LAST STAND". Aber auch bei "YOU FEEL SO LONELY" fühle ich mich im typischen Reggae-Groove sauwohl. ;o)
Reggaestory.de: Wie steht die Band zu dieser Frage? Ich nehme an, da wird es recht vielstimmig?
Josefine (Dance + Vocals): Musikalisch finde ich den Reggae interessanter. Die Melodien sind gefühlvoll und haben diese besondere Stimmung. Ska macht so richtig auf der Bühne Spaß! Tänzerisch und konditionell immer wieder eine Herausforderung :) Mein Lieblingssong ist ganz eindeutig Candela. Hier mag ich den lateinamerikanischen Einfluss.
Andreas (Saxophone): Ich denke, die Frage stellt sich für mich nicht. Wichtiger ist, dass die Musik groovt. Jeder Tag ist anders, mal mag ich den ruhigen Reggae-groove lieber, und manchmal zuckt es eher beim Ska in den Beinen. Das scheint übrigens auch auf das Publikum zuzutreffen, die Leute sind durchaus verschieden drauf, und das ist gut so…
Bodo (Drums): Zu "Candela" habe ich schon als Tontechniker bei Yellow Umbrella hunderte Konzertbesucher tanzen und singen gesehen/gehört; es hat für mich deshalb eine ganz besondere Dimension, dieses Stück jetzt als Schlagzeuger spielen zu dürfen.
Markus (Trombone): Das ist eben genau die Mischung bei uns, wir sind weder reine Reggae-Band, noch reine Ska-Band. Das legt uns nicht auf einen Stil fest. „I love it“ ist auf alle Fälle einer unserer Toptitel. Aber auch „Running up“ mit fulminantem Bläsereinstieg reißt mit.
Reggaestory.de: Was sind eure musikalischen Ziele und Wünsche für die Zukunft?
Enrico: Erstmal natürlich den Erfolg unserer ersten CD und damit verbunden vielleicht auch mal ein Auftritt bei den großen Festivals. Und viele neue Songs, durchaus auch mal mit noch mehr Einflüssen aus verschiedenen Ecken dieser Welt. Für mich bevorzugt lateinamerikanische Elemente ... ;o)
Andreas (Saxophone): Schön wäre es, wenn wir weiter die Musik machen, die wir im Ohr haben, auch wenn sie nicht unbedingt in jede artgerechte Reggae- oder Ska-Schublade passt, und wenn es Leute gibt, denen unsere Musik gefällt.
Bodo (Drums): Ich möchte im nächsten Jahr mit der OFFBEAT FOUNDATION auf den europäischen Reggae Festivals auftreten und bis dahin die einschlägigen Clubs in Deutschland gerockt haben. Weihnachten lege ich meinem Vater die Vinyl-Edition des Debütalbums unter den Gabentisch.
Markus (Trombone): Weiter am unverwechselbaren Gesamtsound der Bläser arbeiten. Ab und an ein eigener Titel im Radio …
Josefine (Dance + Vocals): Mein Wunsch wäre mal auf einem Festival zu performen, wo die Leute so richtig mit der Musik mit gehen. Auf dem Reggae Jam vielleicht. :)
Reggaestory.de: Ich zähle auf euch, dass ich Offbeat Foundation in den nächsten Jahren auch auf den großen Festivalbühnen wiedersehe! Ich wünsche euch viel Erfolg für die Zukunft und recht bald ein „2nd“ Album. Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview.
Andreas (Saxophone): Wir bleiben dran!
Bodo (Drums):
Wir arbeiten dran! You’re welcome.
Enrico:
Wir danken, dass du uns deine Zeit und auch einen Platz auf deiner Homepage spendest!!! ;o)

Heute haben wir einen verdammt günstigen Nachhauseweg. Völlig ungewohnt, dass wir noch und nicht schon wieder im Hellen unser Ziel erreichen. Auch einmal schön.

Copyright: www.reggaestory.de
Text, Fotos, Videokamera: Peter Joachim

Zurück

 
Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First Offbeat Foundation - First