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LEE PERRY - 16.07.2005 - DRESDNER ROOTS

Flyer Im Rahmen der länger dauernden Filmnächte am Elbufer der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, gab..s am 16.07.05 das Dresden ROOTS Festival.
Die Filmnächte finden in diesem Jahr in der Zeit vom 23.06.-21.08.05 statt.
Großes war für den 16.07.05 angekündigt. Immerhin war mit Lee Perry eine echte Legende angesagt, ohne dessen Einfluss die Geschichte des Reggae sicher anders verlaufen wäre.
Diesen Auftritt durften wir auf keinen Fall verpassen. Schließlich musste ich Lee Perry noch ein Foto übergeben, welches ich letztes Jahr beim Summerjam in Köln machen durfte.

Lee Perry

Lee Perry - Backstage beim Summerjam 2004

Kurz vor 16:00 Uhr war es dann schließlich soweit - der Einlaß begann.
Die üblichen Kontrollprozeduren. Dieses Mal hatte man es auf Getränke abgesehen. Man stand vor der Wahl - austrinken oder in die bereitgestellten Behältnisse werfen. Halb so schlimm, den Abend stehen wir schon durch, und die aufgebaute Gastronomie sah vielversprechend aus.

Dresdner Roots

Dresdner Roots

Festivalbühne mit der neu errichteten Frauenkirche im Hintergrund

Das Festivalgelände hatte einen hervorragenden Platz auf der Nordseite der Elbe, mit fantastischem Ausblick auf die bekanntesten historischen Gebäude von Dresden. Der Ausblick auf die Bühne war für alle Gäste garantiert. Im Anschluss an den ebenen asphaltierten Bühnenvorplatz gab es ansteigende Sitzstufen und ganz oben eine überdachte Tribüne. Dies führte dazu, dass sich die Leute sehr schön verteilten und alles ohne Gedränge ablief. Das wiederum brachte eine super entspannte Atmosphäre und einen demzufolge sehr entspannten Sicherheitsdienst.
Vor Beginn des Programms, wie zum Teil auch zwischendurch, wurde auf der Tribüne schon heftig von einem Soundsystem aufgelegt. Die aktuellsten Riddims auf dem Teller machten das Warten angenehm.
Der erste Auftritt auf der Bühne gehörte Ken Guru & The Highjumpers.

Dresdner Roots

In den Pausen lief die Gruppe "banda communale" durch das Publikum und spielte auf.
Das hatte zwar mit Reggae kaum etwas zu tun und erinnerte mehr an Dixieland, aber den Leuten gefiel es trotzdem.Der nächste Act auf der Bühne war La Kinky Beat aus Barcelona. Die Band überzeugte mit verschiedenen Musikrichtungen von Reggae über Ska bis zum Samba. Besonders herausragend war die Stimme der Frontfrau Matahary.

Dresdner Roots Dresdner Roots
Dresdner Roots Dresdner Roots

Dresdner Roots

Bild 1: Blick zur Tribüne
Bild 2: Blick von der Tribüne auf einen Teil der historischen Stadtkulisse.
Bild 3: So ein Zufall
Bild 5: Festivalbühne am Elbufer

Ja und dann war Dr. Ring Ding & RSJF an der Reihe, die von der Dresdner Band Yellow Umbrella gefolgt wurden. Yellow Umbrella konnte man auch schon beim diesjährigen Summerjam in Köln erleben. Beide Bands legten einen hörenswerten Auftritt hin, und der Platz vor der Bühne wurde zunehmend dichter.Während des Konzertes wurde jeder anrollende Transporter genauestens beobachtet. Schließlich wollte Keiner die Ankunft von Lee Perry versäumen. Unmittelbar neben der Bühne befand sich links und rechts ein Eingang für den Backstage-Bereich. Schließlich war es dann während des Auftritts von Yellow Umbrella so weit. Ein Minibus rollte heran und man konnte bereits deutlich Lee Perrys Hut im inneren des Fahrzeuges ausmachen. Er stieg aus, winkte lachend dem Publikum zu, und lief ruhig die wenigen Meter bis zum Backstage-Eingang und war verschwunden.

Lee Perry´s Ankunft Lee Perry´s Ankunft

Lee Perry´s Ankunft

Dresdner Roots

Dresdner Roots

Die historische Stadtkulisse verdunkelt sich langsam.

Danach war es mir noch möglich ein Mitglied von Lee Perrys Team mein Anliegen eines Treffens mit Lee Perry zu erzählen und zeigte ihm das Bild vom letzten Jahr. Auch ihm gefiel dieses Bild, und er versprach ein Treffen nach der Show zu organisieren.

Lee Perry Lee Perry
Lee Perry Lee Perry

Mit etwas Verspätung, gegen 22:00 Uhr war es dann schließlich soweit. Die Whitebellyrats spielten sich mit dem Titel "Greetings" des letzten Perry-Albums ein. Noch war Lee Perry nur zu hören, aber beim nächsten Titel war es dann so weit und der Meister betrat die Bühne.
Über seine schwarze Kleidung hatte er eine rote Jacke und eine halblange rote Hose gezogen, die beide mit CD-s bestückt waren. Mit dabei ein violetter Rollkoffer, der mit dem für Lee Perry bekannten Zierrat bestückt war. Ja und sein bekannter Hut und das eigens verzierte Privatmikro durften natürlich auch nicht fehlen. Leider war die Bühnenbeleuchtung etwas ungünstig, so dass sich Lee Perry überwiegend im Lichtschatten befand. Das brachte natürlich erhebliche Probleme für das Gelingen von guten Bildern. Lee Perrys Auftritt war mehr als überzeugend, nicht nur für seine Fans. Es war ein fantastisches Erlebnis. Die meisten Titel des Programms entstammten seinem letzten Album "Panic In Babylon". Dieses Album ist wirklich eines der Besten seit langem. Der super Sound von wbr ist dabei natürlich nicht unschuldig daran. Hoffen wir, dass in dieser Art noch viel nachkommt.

Lee Perry Lee Perry
Lee Perry Lee Perry´s Koffer

Leider war nach einer Stunde der Auftritt viel zu schnell vorüber. Eine Zugabe konnten wir ihm aber noch abringen. Zum Abschied gab..s dann noch den Titel "Chase the devil" der manchen auch als"Outa space" bekannt sein dürfte. Ein Titel den er mit Max Romeo ins Rennen geschickt hatte.
Ja und dann ging alles ziemlich schnell und unser Bekannter brachte uns zur Tür, an der mit großer Schrift "Mrs. and Mr. Perry" geschrieben stand. Wir waren offenbar die Ersten, die Lee Perry außerhalb seines Teams vorließ. Vor der Tür warteten noch einige andere Leute.
Lee Perry war gut drauf und meinte nur: "What can I do for you?". Ich erinnerte Ihn an unser letztes Treffen vom vorigen Jahr und zeigte ihm das Foto. Eines für ihn und eines für mich, selbstverständlich mit aktuellem Autogramm. Lee Perry war außerordentlich fröhlich, zu Späßen aufgelegt und erlaubte uns sogar einige gemeinsame Fotos.

Lee Perry Lee Perry

Wir danken Lee Perry, dass er uns empfangen hat, so gut drauf war und uns so schöne Bilder wie dieses ermöglicht hat. Besonderer Dank gilt auch dem Mitglied aus Lee Perry´s Team, der dieses Treffen arrangiert hat.
Letztendlich hätte ich fast in der Aufregung meinen Stift vergessen und Lee Perry musste noch einmal hinterher rufen. Ich dankte zum Schluss noch einmal unserer Begleitung, der nur gutgelaunt meinte: "It was a pleasure for me!"

Ja und draußen auf der Tribüne wurde schon wieder fleißig aufgelegt und abgetanzt bis in die Nacht hinein. Mit dabei das Whitebreadsoundsystem und Rotzlöffel Hifi & Vinneyman.

Copyright: Text und Fotos by Reggaestory

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