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Bandvorstellung:
JAH LOVE - Reggae made in Italy

17.02.2011

Jah Love „Strength For Life“ heißt das aktuelle Album von Jah Love und kam schon letztes Jahr heraus. Das soll aber kein Hinderungsgrund sein, erst jetzt auf die Band und ihr neues Werk aufmerksam zu machen. Als das Album kommentarlos und unaufgefordert bei mir landet, bin ich noch skeptisch. Bisher auch noch nie gehört von den Jungs, muss ich mir eingestehen.
Als sich dann die Scheibe aus meinem Player zu Wort meldet, komme ich nicht umhin, den Lautstärkeregler immer weiter nach oben zu ziehen. 
Vor dem Album kann sich manch international bekannter Artist verstecken. Die Skip-Taste in Vorwärtsrichtung bleibt nämlich unberührt. Gut, besser und noch besser – Aussetzer gibt es nicht. Es ist selten, dass man beim ersten Anhören sofort überzeugt wird. Jah Love hat es geschafft. Maximal ein Titel der 13 Tracks umfassenden Scheibe, ist für mich nicht ganz so einnehmend. Modern Roots vom Feinsten, überwiegend in Englisch vorgetragen, mit einer kraftvollen und energischen Stimme, die sich einprägt. Nur mit „Cross Da Line“ und „Tell DJ“ geht es etwas mehr in Richtung Dancehall. Auch der Sound der Band ist perfekt und lässt keine Wünsche offen. Dazu an einigen, genau den richtigen Stellen, sparsam eingesetzter Backgroundgesang ist ein super Ergänzungselement und unverzichtbar.

Jah Love

Teil des Innencovers von "Strength For Life"

Gastauftritte international bekannter Artists gibt es nicht auf dem Album. Jah Love ist allein mehr als gut genug. Der beste Track des Albums hat sich, trotz mehrfachen Anhörens, für mich noch nicht herauskristallisiert. Bereits das zweite Stück „Ridin´ On“ reißt mich mit und nahezu vom Hocker. „Strength For Life“, der Titelsong ist nicht ganz so stark, bevor es mit „I Swear“ richtig schön melodisch wird und mit ein wenig Saxophone im Hintergrund verzaubert. Mit „World Sound Clash“ gehen meine Gedanken ganz stark in Richtung Alborosie und ein paar musikalische Stilelemente erinnern mich ein wenig an Black Uhuru. Ganz klar ein weiteres Highlight des Albums. Es geht weiter energisch vorwärtstreibend mit „Ganja Pipe“ oder noch besser mit dem danach folgenden „Stand Up And Fight“. Schwierig, schwierig sich zu entscheiden. Jeder Titel hat seine Qualitäten. Mit „True Love“ gibt es dann ein paar musikalische Elemente, die sich vielleicht von Manu Chaos „King Of Bongo“ inspiriert haben lassen könnten. Dann geht es mit den schon oben erwähnten Stücken erst einmal in die Dancelhallphase, bevor mit „Inna Fire“ und „Zion Way“ ein weiterer Höhe- und leider auch der Schlusspunkt gesetzt wird. „Zion Way“ ausgerechnet an das Ende des Albums zu setzen, macht Appetit auf mehr. Das Finale des Albums sorgt nicht dafür, dass man wieder „runter kommt“. Gerade hat einen der Riddim unaufhaltsam vorwärts und nach oben gepeitscht – und nun soll Schluss sein? Da hilft nur noch „Repeat“ drücken!

Fazit: „Strength For Life“ von Jah Love gehört in jede Reggae Sammlung. Der Roots bis Modern Roots Fan kann hier absolut keinen Fehler machen.


Wer ist Jah Love?

Die Band wurde bereits im Jahr 2001 in Italien gegründet. Die Gründungsmitglieder sind Fabio Cesarini (Gesang), Andrea Mussi (Keyboards), Francesco Maffoni (Gitarre), Giulio Gramegna (Schlagzeug) und Michelangelo Vercesi (Bass).

Fabio Andrea Giulio Francesco Michelangelo

Bild 1: Fabio Cesarini
Bild 2: Andrea Mussi
Bild 3: Giulio “Lord” Gramegna
Bild 4: Francesco „Nane“ Maffoni
Bild 5: Michelangelo Vercesi

Im Folgejahr begannen sie mit Live Shows und veröffentlichten ihre erste EP „Kingston“. Daraus stammt auch ihr Song „C´è“ (vibra positiva), der auf der von Gramigna Production 2003 veröffentlichten Reggae Compilation „Italian Reggae Summer“ zu hören war. Im selben Jahr nahmen sie ihre zweite EP „Soltanto Una Cosa“ auf. Beide EP-s wurden bei Jungle Sound Station, eines der wichtigsten Aufnahmestudios von Italien mit internationaler Bekanntheit, aufgenommen. 2004 konzentrierten sie sich auf ihr Bühnenprogramm und absolvierten die 100. Live Show der Bandkarriere. Der Name Jah Love wurde immer bekannter und man engagierte sie im Jahr 2005, den Soundtrack für einen Kurzfilm namens „Perdendo Le Ali“ zu schreiben. Dieser Soundtrack mit dem Titel „Good Man“ war in vielen Kinofestivals zu sehen. 2006 setzte sich ihr Erfolg fort, und sie konnten erstmalig auf einem der wichtigsten europäischen Reggae Festivals, dem Rototom Sunsplash in Italien, auftreten. Des weiterem beteiligten sie sich an einer neuen Reggae Compilation namens „Reska Compilation 3“, mit ihrer neuen Single „Ghetto Youth“.
Im April 2007 kam dann schließlich ihr erstes Album mit dem Titel „Creation“ heraus. Das Album bekam sehr gute Kritiken in der Öffentlichkeit und in den Medien. Eine Menge von italienischen und ausländischen Radiosendern unterstützten die neue CD und die Band wurde zu Interviews gebeten (German Soundcontrol, French Radio Mille Pates, Swiss Reggae Radio Zurich, Argentinean Pelegatos u. A.).

Creation

Jah Love´s "Creation"

Der Veröffentlichung von „Creation“ folgte eine Promotion Tour, die viele wichtige Festivals einschloss, einschließlich des Rototom Sunsplash. Im selben Jahr wurde Jah Love gebeten, ihren Song „Ghetto Youth“ auch auf der deutschen Reggae Compilation „Reggae Seven Seals“ zu präsentieren. Im Jahr 2008 trat Jah Love auch in einem Fernseh-Musical auf. Weiterhin spielte und arrangierte die Band den „Natty Ride Riddim“, produziert von „Feel Free Production“, auf dem viele jamaikanische und nicht jamaikanische Artists gesungen haben. Mit dabei Artists wie Lutan Fyah, Safira, Kirk Davis, Lukie D, Laza Morgan, Yah Meek, Anthony Locks, Lion D, Empress Robertha, Tony D u. A..

Hier ein Mix zum Reinhören:



Wer noch mehr davon hören will findet die Einzelversionen hier.

Inzwischen hat Jah Love weit über 200 Live Shows auf dem Buckel und mit ihrem zweiten in 2010 veröffentlichten Longplayer „Strength For Life“ wird sich die Nachfrage garantiert noch weiter verstärken.

Ergänzend habe ich noch ein paar Fragen an Jah Love.

Reggaestory.de: Wie seid Ihr eigentlich auf meine Website und mich gekommen? Euer neues Album war eine gute Überraschung und genau die richtige Musik für mich.
Jah Love: Um ehrlich zu sein, war das ein Zufall. Wir suchten im Internet nach Websites, die ein Review zu unserem neuen Album machen könnten, um unsere Musik bei den Leuten bekannt zu machen. Und wir können sagen, dass wir Glück hatten, es ist eine sehr gute Website.
Reggaestory.de: Von woher kennt ihr euch, bevor Jah Love gegründet wurde und wie alt wart ihr zu diesem Zeitpunkt?
Jah Love / Andrea: Jah Love wurde 2001 von einer Gruppe von Freunden gegründet. Vier von uns waren aus dem gleichen Dorf. Unser fünftes Mitglied, dass ist Drummer Giulio, ich kannte ihn bereits, stimmte einem Beitritt zur Band ohne Zögern zu, als wir ihn fragten. Wir waren damals noch ziemlich jung. Der Jüngste war 17 und der Älteste 19 Jahre jung.
Reggaestory.de: Woher nehmt ihr die Inspiration für eure Musik?
Jah Love: In erster Linie haben wir zwei Quellen der Inspiration: Die Reggae Musik und die Botschaft die wir verbreiten möchten, die Botschaft von Gott und die Liebe die von ihm kommt. Es ist für uns nicht möglich diese zwei Faktoren zu teilen. Wir müssen im Gedächtnis behalten, dass Reggae Musik als spirituelle Musik geboren wurde, und darum bleibt das Konzept von Gott an der ersten Stelle.

Strength For Life

Teil des Innencovers von "Srenght For Life"

Sobald der Inhalt der Botschaft klar ist, denken wir über den Sound des Songs nach. In Bezug auf die Musik, in diesem letzten Album, waren verschiedene Arten von Inspirationen maßgebend. Wie auch immer, besonders haben wir versucht den Sound der 70-er und 80-er Jahre zu reproduzieren. Eine lange Arbeit des Hörens und Testens hat uns dann in die Lage versetzt die perfekte Verbindung von Musik und Botschaft zu kreieren. Reggaestory.de: Hat Jah Love einen Lieblings-Reggae-Sänger oder eine –Band?
Jah Love: Natürlich, aber nicht nur Einen. Wir schätzen sehr die Klassik Rockers wie Burning Spear, Max Romeo, Black Uhuru, Sly & Robbie, Early B (the Doctor), Cutty Ranks, Burro Banton etc., und die modernen wie Capleton, Sizzla, Gentleman, Buju Banton, Alborosie etc.
Reggaestory.de: Das Stück „World Sound Clash“, von „Strength For Life“, erinnert mich an Alborosie und ein wenig an Black Uhuru – ist das Zufall?
Jah Love: Ja, es ist wie du sagst, der Charakter von „World Sound Clash“ basiert genau auf diesem Style. Das war unsere Absicht. Die letzte Minute des Songs, wo kein Gesang ist, ist ein Tribut an Black Uhuru´s „Guess Who´s Coming To Dinner“.
Reggaestory.de: Und in „True Love“ glaube ich ein paar Elemente von Manu Chaos „King Of Bongo“ zu hören?
Jah Love: Um ehrlich zu sein, nicht ganz, auch wenn wir Manu Chao als einen großen Künstler schätzen. „True Love“ bezieht sich nicht auf diese Art von Sound, aber stattdessen auf Garnett Silk´s „Oh Me, Oh My“.
Reggaestory.de: Okay, rein akustisch wäre ich da nicht draufgekommen, aber wenn ihr das sagt.
So viel sehr gute Musik und ich habe euer Album noch nirgendwo in Deutschland gesehen. Habt ihr schon versucht es in Deutschland zu verkaufen? Habt ihr zum Beispiel schon einmal bei Irie Records oder anderen Shops nachgefragt?
Jah Love: Bis jetzt haben wir das noch nicht getan, aber wir sind sehr interessiert daran neue Punkte zu finden, wo wir unser Musik verkaufen können, und Irie Records könnte sicher eine gute Wahl für Deutschland sein. Gegenwärtig haben wir unser Augenmerk auf den Online Verkauf gelegt, das ist ein sehr komfortabler und einfacher Weg um andere Leute zu erreichen.
Reggaestory.de: Wann können wir euch in Deutschland sehen? Oder habe ich da schon etwas verpasst?
Jah Love: Wir haben schon viele Angebote aus einigen Teilen von Europa bekommen, zum Beispiel von Spanien, Slowenien, der Schweiz und aus der Türkei, aber noch niemals hat uns jemand für eine Live Show in Deutschland kontaktiert. Natürlich würden wir sehr gerne in Deutschland auf Tour gehen. Es ist ohne Zweifel eines unserer Ziele. Wenn jemand das liest und interessiert ist, wie sind bereit dafür.
Reggaestory.de: Was ist euer Wunsch für die Zukunft?
Jah Love: Nach unserer langen Zeit in den Aufnahmestudios möchten wir rund um Italien und außerhalb davon, unsere Musik verbreiten und live unsere neuen Songs spielen. In der weiteren Zukunft werden wir beginnen den Grundstein zu unserem nächsten Album zu legen.
Reggaestory.de: Habt ihr noch eine Botschaft für die Leser dieser Vorstellung?
Jah Love: Unterstützt neu aufkommende Bands, Sänger und Soundsystems und hört jede Menge gute Musik um ein besseres Leben zu leben! Wir hoffen euch in Deutschland zu erreichen. Stay tuned!
Reggaestory.de: Ich danke für eure Zeit und wünsche viel Erfolg bei eurer weiteren musikalischen Laufbahn. Vielleicht haben wir mit diesem Beitrag nun auch das Interesse in Deutschland geweckt.

Copyright: Text by Reggaestory
Fotos mit Genehmigung von Jah Love

Kontakt zu Jah Love:
http://www.myspace.com/jahloverootsreggaeband
http://www.jahlove.it/index.php

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