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 Topline Events Soul StereoYAAM
HORACE ANDY - The Foundation of Roots
backed by Soul Stereo
The mighty voice of Massive Attack, Studio One, King Jammy ...

10.04.2014 - YAAM Berlin

Horace Andy
Horace Andy, bekommt man nicht alle Tage zu Gesicht. Immerhin ist es schon wieder fast eine Ewigkeit her, als er gemeinsam mit Lee Perry am 17.07.2009 beim Berliner Wassermusik Festival auf der Bühne stand. Nun hat es endlich wieder einmal geklappt. Frank Stephan von Topline Events hat Horace „Sleepy“ Andy zu einem Gig ins Berliner YAAM geholt. Leider blieb es bei diesem einzigen Termin für ganz Deutschland. Gemeinsam mit Soul Stereo, ging es im Sound System Style, hauptsächlich in Frankreich zur Sache. In Berlin wurde er zusätzlich unterstützt von DJ Veteran Barney Millah, der für das Warm-up zuständig war.

Hier ein Blick in den Tourplan

28.03.2014 – Italien – Bergame
29.03.2014 – Italien – Rom
03.04.2014 – Frankreich – Tours – Le Temps Machine
04.04.2014 – Frankreich – Toulouse – Dub Club #12 – Le Bikini
05.04.2014 – Frankreich – Nantes – Nantes’ Erdre
06.04.2014 – Dänemark – Kopenhagen
08.04.2014 – Norwegen – Oslo
09.04.2014 – Frankreich – Avignon – Le Rouge Gorge
10.04.2014 – Deutschland – Berlin – Yaam
11.04.2014 – Frankreich – Brasparts – Ferme de Gwernandour
12.04.2014 – Frankreich – Angoulème – La Nef
24.04.2014 – Frankreich – Vannes – L’Echonova
25.04.2014 – Frankreich – Audincourt – Le Moloco

Horace Andy + Soul Stereo - Tour 2014 Horace Andy - Tours Horace Andy - Toulouse

Begeben wir uns in das Berliner YAAM und lassen einen Teil der Show in Bild und Ton Revue passieren.

Da Horace Andy, wie eingangs erwähnt, lange nicht mehr in Berlin war, verlief der Kartenvorverkauf entsprechend günstig. Auch die Abendkasse ist nahezu ohne Pause in Betrieb. Ein Glück, dass man bei der Bewerbung der Veranstaltung versehentlich mit zwei verschiedenen Uhrzeiten ins Rennen gegangen ist. So ist die Dancehall etwas früher als gewohnt gefüllt. Trotzdem müssen sich die Fans bis zirka 22:30 Uhr gedulden, bis es so weit ist und Fatta von Soul Stereo das Pult übernimmt.

Fatta & Barney

Soul Stereo ist ein Sound aus Frankreich, der 1998 von Reecko, Fatta & Tarzan gegründet worden ist. Seit ihrer Gründung haben sie auf mehr als 1500 Shows überall in Europa gespielt. Sie lieferten dabei den Sound für viele namhafte Artists wie Luciano, Mikey General, Anthony Red Rose, Johnny Osbourne, Lone Ranger, Carlton Livingstone, Junior Kelly, Morgan Heritage, U-Brown, Dawn Penn, Earl 16 und viele andere. Seit 2003 betreiben sie darüber hinaus ihr eigenes Label „Soul Vybz Music“. Soul Stereo gewann unter anderem im Jahr 2004 den „South Clash 2“ gegen Heartical und 2010 die „Undertaker Trophy“ gegen Ruff Pack & Back Inna Days.

Fatta & Horace

Horace Andy

Während Fatta ein weiteres Warm-up einleitet, ist Horace Andy bereits mit auf der Bühne und schaut Fatta auf die Finger. Horace scheint etwas ungeduldig zu sein und möchte beginnen. Zumindest deuten seine Gesten darauf hin. Auch in der Massive macht sich etwas Unruhe breit, und die ersten Pfiffe ertönen. Dann ist es schließlich doch so weit und Horace beginnt mit seinem Klassiker „Fever“.
Noch sehen wir kaum etwas von Horace Andy, da er noch hinter dem Tisch bei Fatta steht. Dieser wiederum steht in der finsteren Nacht. Ich hätte im letzten Bericht die Beleuchtung wohl nicht loben sollen. Heute ist wieder Rückfall in die Dunkelheit angesagt.



Live Video: Horace Andy – Fever + Just Say Who

Horace Andy wurde am 19.02.1951 als Horace Hinds in Kingston, Jamaika, geboren. Seinen Künstlernamen Horace Andy wählte er als Reverenz an den Sänger Bob Andy. 1966 veröffentlichte er mit „Blackman´s Country“ seine erste Single für einen Produzenten namens Phil Pratt. Seine weitere Sängerlaufbahn folgte bei Coxsone Dodd im Studio One. 1969 wurde mit „Skylarking“ sein erstes Album veröffentlicht. Der Titelsong wurde in Jamaika für Horace der Nr. 1 Hit und ist bis heute legendär. In den 70er Jahren arbeitete er weiterhin mit allen namhaften Reggae-Produzenten zusammen, u. a. mit King Tubby  oder Prince (King) Jammy und machte sich besonders durch seine charakteristische Falsett-Stimme weltweit einen Namen. Diese gewöhnungsbedürftige, nicht alltägliche Stimme und das ihm nachgesagte hohe Schlafbedürfnis, brachte ihm auch den Spitznamen „Mr. Sleepy“ ein.

Horace Andy Horace Andy

Horace Andy Horace Andy



Live Video: Horace Andy – I´m Alright

Ende der 1970er Jahre zog er nach Hartford / Connecticut, USA, und in den 1980er Jahren ging er nach London. Dort arbeitete er unter anderem mit Mad Professor zusammen. Außerhalb der Reggae-Szene ist er auch als Sänger bei den Trip Hop-Pionieren von Massive Attack bekannt geworden. Außerhalb seiner Roots bewegt er sich unter anderem auch mit seinen letzten Alben, wie das 2009er „Inspiration Information 2“, eine Zusammenarbeit mit dem britischen DJ und Producer Ashley Beedle, oder das 2013er „One Order“. Den Roots Fans wird es nicht gefallen, aber immerhin gibt es inzwischen weit mehr als 30 Alben von Horace Andy auf dem Markt, die für jedermanns Geschmack genügend Material bereit halten. Heute im YAAM heißt es zum Glück ganz klar: „Back To The Roots“!

Horace Andy & Soul Stereo

Horace Andy Horace Andy 



Live Video: Horace Andy – Money Money

Nach „Money Money“ verlässt Horace Andy völlig aufgebracht die Bühne. Keine Spur mehr von „Sleepy“. Fatta ist ratlos und legt erst einmal ein anderes Stück auf. Nach nur knapp 20 Minuten scheint die Show beendet zu sein. Irgendein Chaot hat, ohne darüber nachzudenken was er damit anrichtet, mit Wörtern wie „Battyman“ zur Bühne geworfen. Völlig deplatziert und hirnrissig diese Aktion, und dies auch noch bei einer Roots Legende wie Horace Andy. Solche Typen, die offenbar völlig gedankenlos mit irgendwelchen schlechten jamaikanischen Schlag- oder Schimpfwörtern umgehen, sollten lieber zuhause bleiben.



Live Video: Horace Andy – Zion Gate

Horace ist total entrüstet um die ganze Dancehall herumgelaufen, steht vor dem verschlossenen Backstage und macht sich immer noch Luft. Es dauert geraume Zeit, bis das örtliche Management Horace Andy zurück zur Bühne bewegen kann. Mit Horace kommen gleich noch ein paar Leute mit auf die Bühne, die das Publikum im Auge behalten. Horace hat sich immer noch nicht richtig beruhigt, schimpft weiter in das Mikro und will gleich wieder die Bühne verlassen. „No no no“ ruft es aus der Massive und Fatta entschuldigt sich noch einmal für das Publikum, das natürlich nichts für den Fehltritt eines Einzelnen kann. Zum Glück kann Horace gebremst werden, und er setzt sein Programm wieder fort.

Horace Andy Horace Andy



Live Video: Horace Andy – Ain´t No Sunshine

Seine Laune bessert sich zusehends. Aus seiner rot-gelb-grünen Anzugsordnung zieht er immer wieder CD-s hervor und verteilt diese unter die Fans. Horace lacht, weil ich wegen der Filmerei keine Hand frei habe. Als ich schließlich später bei einem anderen Song die Kamera absetze, lockt er wieder mit einer CD und zieht sie dann grinsend wieder von mir weg, als ich zugreifen will. Schön, dass er seine gute Laune wieder gewonnen hat. Etwas später klappt es natürlich doch noch und Horace bringt weitere CD-s unter die Leute.

Horace Andy Horace Andy

Horace Andy



Live Video: Horace Andy – Natty Dread A Weh She Want



Live Video: Horace Andy – Every Tongue Shall Tell

Die Stimmung im YAAM ist perfekt, und Horace bringt nahezu lückenlos einen Klassiker nach dem anderen.

Horace Andy Horace Andy

Horace Andy 



Live Video: Horace Andy – See A Man Face

Keine Horace Andy Show ohne „Skylarking“! Sein bekanntester Klassiker darf natürlich auch nicht fehlen.

Horace Andy

Horace Andy



Live Video: Horace Andy – Skylarking

Mit „Cuss Cuss“ ist Horace erst einmal am Ende seines Programms und verlässt die Bühne, dieses Mal jedoch ohne zu fluchen und gefeiert von der Massive.

Horace Andy Horace Andy



Live Video: Horace Andy – Cuss Cuss

Aber da geht doch noch etwas!? Horace wird zurückgejubelt und präsentiert zur Freude der Massive noch ein paar Zugaben. Mit einer Acapella Version von „Man Next Door“ ist dann auch einmal das Publikum gefordert, Horace lautstark zu begleiten.

Horace Andy



Live Video: Horace Andy – Man Next Door (Acapella)

Mit dem Hit „Don´t Let Problems Get Down“ geht es schließlich in das unwiderruflich letzte Stück des Abends.

Horace Andy



Live Video: Horace Andy – Don´t Let Problems Get You Down

Barney Millah übernimmt von Fatta das Soundsystem und die ehrenvolle Aufgabe der Verabschiedung von Horace „Sleepy“ Andy. Und damit es nicht ganz so plötzlich kommt oder zu schwer fällt, gibt es gleich noch mehr Horace Andy aus der Konserve.

Wenn wir den Aussetzer eines „Fans“ am Anfang vergessen, war das doch wieder einmal eine wahnsinnig tolle Roots Fete!

Statten wir Sleepy noch einen Besuch im Backstage ab. Seinem Spitznamen wird er heute zum Glück überhaupt nicht gerecht. Keine Spur von Müdigkeit. Gut gelaunt arbeitet er alle Wünsche der Gäste ab und lässt sich sogar für ein paar Außenaufnahmen kurz aus dem Backstage entführen.

Hier ein paar abschließende Eindrücke aus dem Backstage.

Horace Andy

Horace Andy

Horace Andy Horace Andy

Horace Andy Horace Andy

Horace Andy

Horace Andy Horace Andy



Live Video: Horace Andy – Jingle für www.reggaestory.de

Horace Andy

Horace Andy & Joseph Blue Grant

Horace Andy & Joseph Blue Grant (Still Cool)

Copyright: www.reggaestory.de
Text + Videokamera: Peter Joachim
Fotos: Marion + Peter Joachim

Mein Dank geht an Frank von Topline Events, Fatta von Soul Stereo, das YAAM Team und natürlich ganz besonders an Horace Andy.

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