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 Revelation Concerts YAAM
CHRONIXX - DRE ISLAND - KELISSA & ZINC FENCE REDEMPTION
Dread & Terrible Tour 2014

29.03.2014 - YAAM Berlin

Chronixx
Nachdem Chronixx aus dem Riddim Leserpoll 2013 als größter Abräumer hervorgegangen war, ist er nun gemeinsam mit Kelissa, Dre Island und Zinc Fence Redemption, auf großer Europa-Tour. Sage und schreibe in fünf Kategorien haben ihn seine Fans auf Platz 1 katapultiert. Die Abstände zu den Zweitplatzierten waren dabei zumeist mehr als eindeutig. Dazu kommen noch einmal Platz 2, einmal 3 und einmal 5. Genau genommen könnte man ihm indirekt noch weitere Platzierungen anlasten, an denen er mit beteiligt war, wie das "Beste Festival" und internationale Riddims wie "Tropical Escape" und "Honey Pot". So durchgestartet ist wohl bisher kein weiterer Newcomer in der jüngsten Reggae-Geschichte.
Nicht kleckern sondern klotzen, werden sich die drei vor ihrer Europa-Tour gesagt haben, als sie sich Gedanken über ihren Tourbus gemacht haben. Da werden selbst die meisten Altvorderen der Reggae Hitliste blass, wenn sie den aufgemotzten Tourbus durch die Lande fahren sehen. Das ganze Gefährt hat ein besonderes Outfit bekommen. Selbst Betrachter in hunderte Meter Entfernung werden noch von den überlebensgroßen Abbildern der drei Künstler gegrüßt. Der Namenszug der Tour und äthiopische Kreuze, dürfen natürlich auch nicht fehlen. Keine Frage, das sieht man selten. "Little Chronicle" ist Geschichte, jetzt ist "Big Chronixx" unterwegs, wie der Bus eindrucksvoll zur Schau stellt.

Hier der gegenwärtige Europa Tourplan

28.03.2014 - Deutschland - München - Backstage
29.03.2014 - Deutschland - Berlin - Yaam
30.03.2014 - Niederlande - Rotterdam - Empire
31.03.2014 - Niederlande - Groningen - Huize Maas
02.04.2014 - Österreich - Wien - Flex
03.04.2014 - Schweiz - Genf - Undertown
04.04.2014 - Italien - Brescia - Latte + Live
05.04.2014 - Schweiz - Zürich - Rote Fabrik
06.04.2014 - Frankreich - Paris - La Cigale
08.04.2014 - Schweiz - Basel - Kaserne
09.04.2014 - Frankreich - Lyon - CCO Villeurbanne
10.04.2014 - Spanien - Barcelona - Ateneu Popular 9 Barris
11.04.2014 - Portugal - Porto - Kintal Reggae Festival
12.04.2014 - Portugal - Lissabon - Kintal Reggae Festival
13.04.2014 - Belgien - Brüssel - VK
14.04.2014 - Niederlande - Tilburg - 013
16.04.2014 - Schweden - Stockholm - Nalen Stora Salen
17.04.2014 - Finland - Helsinki - Gloria
18.04.2014 - Dänemark - Kopenhagen - TBA
19.04.2014 - Deutschland - Dortmund - DKH
20.04.2014 - Deutschland - Hamburg - Fabrik

Besuchen wir die zweite Station des Tourplanes im YAAM Berlin. Dort ist man inzwischen ein ganzes Stück zusammengerückt. Der Strand ist verschlossen und der Markt teilweise auf dem unmittelbaren Vorhof platziert. Die Zukunft für das YAAM Nr. 5, auf dem Gelände der ehemaligen „Maria“ an der Schillingbrücke, ist inzwischen auch in „Sack und Tüten“. Am 21. April um 11:00 Uhr, startet auf dem Altgelände, die große Abschlussparty von YAAM Nr. 4. Danach ist der große Umzug angesagt, der zum Glück „nur um die Ecke“ stattfinden wird. Nach 5 Wochen soll der Umzug vollbracht und am 28. Mai ab 11:00 Uhr die feierliche Eröffnung sein. Dann mit einer bedeutend größeren Dancehall, mit über 1.000 möglichen Besuchern. Für den neuen Markt und einen Sandstrand ist auch wieder genügend Platz vorhanden. Ein besonderes Highlight werden die künftigen Sportanlagen auf dem Dach des YAAM werden. Da das jetzt vorhandene Gebäude bereits früher für weitere Aufstockungen konzipiert wurde, kann diese Idee recht gut umgesetzt werden.

Freuen wir uns auf das neue YAAM und wünschen gutes Gelingen beim Umzug. Doch nun erst einmal zurück in das YAAM Nummer 4., wo man heute mit zirka 500 Besuchern die „Dread & Terrible Tour 2014“ feiert. Kurz nach 22:30 Uhr beginnt die Zinc Fence Band sich einzuspielen.

Zinc Fence Redemption Zinc Fence Redemption

Zinc Fence Redemption

Zinc Fence Redemption Zinc Fence Redemption

Erster Act des Abends ist Kelissa McDonald alias Kelissa, die auch zu den vielversprechenden Newcomern der letzten Jahre zählt. Im Jahr 2012 erschien in Jamaica ihre erste EP, und momentan arbeitet sie an ihrem Debutalbum.

Kelissa

Kelissa Kelissa



Live Video: Kelissa - Afrika

Aufgewachsen ist sie in den Bergen von St. Andrew in Jamaica. Ihre musikalische Laufbahn war eigentlich fast vorbestimmt. Denn mit ihren Eltern, Errol „Makaya Chakula“ Mc Donald (ehemaliger Third World Manager und Gitarrist / Leadsänger der Band Chakula) und Kerida „Goldilocks“ Scott (ebenfalls Leadsängerin bei Chakula) war das dafür geeignete Umfeld stets vorhanden. Geprägt haben ihre musikalische Entwicklung weiterhin Lebenserfahrungen in Tansania, Ghana und Äthiopien. Gegenwärtig lebt sie jedoch wieder in Jamaica.

Kelissa

Kelissa



Live Video: Kelissa – Best Love + Natural

Kelissa präsentiert einige ruhige Titel wie „Afrika“, „Best Love“ und „Natural“, bevor sie mit „Babylon Is Burning“ deutlich kräftiger zur Sache geht.



Live Video: Kelissa – Babylon Is Burning

Wer Kelissa bisher mit hüftlangen Dreads kennt, bekommt heute eine andere Frisur gezeigt. Mit einer sicher aufwendigen Flechtprozedur, sind ihre Zöpfe heute nur noch halb so lang wie sonst.

Kelissa Kelissa

Kelissa

Ihr Anteil an der heutigen Show klingt mit „Gideon“ und Bob Marleys „No More Trouble“ aus.



Live Video: Kelissa – Gideon + No More Trouble

Weiter geht es mit Chronixx´ Label-Kollegen Dre Island, der aktuell mit seiner Single "Reggae Love" die Reggae Charts stürmt und ebenfalls an seinem Debutalbum arbeitet. Auch Dre Island hat es in den Riddim Leserpoll 2013 geschafft und konnte sich dort auf Platz 5 der besten internationalen Newcomer einrichten. Auf unsere recht frühlingshaften Temperaturen konnte er sich jedoch noch nicht einstellen und tritt mit hochgeschlossenem Kragen, Schal und Handschuhen auf. Eigentlich ist es überhaupt nicht kalt.

Dre Island

Dre Island Dre Island

Dre Island



Live Video: Dre Island – Bless My Heart Oh Jah

Dre Island, bürgerlich Andre Johnson, kommt aus Kingston und wurde am 02. Mai 1988 geboren. Aufgezogen hat ihn seine Großmutter, die ihn schon frühzeitig ans Klavier gesetzt und in den Kirchenchor geschickt hat. Schon mit 10 Jahren begleitete er des Öfteren seinen Cousin Raymond „Prezi“ James, ins Mainstreet Studio. Dort konnte er weitere musikalische und technische Erfahrungen sammeln. Als seine Großmutter Jahre später in die USA zog und ihm ihr Haus überließ, baute Dre Island kurzerhand sein Studio „Baddest Records“ darin auf.
Der heute fast 26jährige, wollte eigentlich gar kein Sänger werden und lieber nur in seinem Studio sitzen, komponieren, mixen und Texte schreiben. Später ließ er sich aber zum Glück überzeugen sein Material selber auf die Bühne zu bringen. Der Start als Artist Dre Island war erfolgreich. „If I Had To Do It“, eine seiner ersten Veröffentlichungen, verschaffte ihm gleich den ersten Bühnenauftritt beim 2010er Großevent „Shaggy & Friends“.

Dre Island Dre Island

Dre Island

Dre Island Dre Island



Live Video: Dre Island – Reggae Love

Die Temparaturen im YAAM können ihn bis zum Ende seiner Show nicht überzeugen. Eisern bleibt er eingemummelt in seinem winterlichen Aufzug. Lediglich zum Absetzen der Mütze kann er sich durchringen. Was für ein Widerspruch, wenn man dagegen den Drummer sieht, der schon seit Kelissas Auftritt die Drums mit freiem Oberkörper bearbeitet.

Dre Island

Dre Island Dre Island

Dre Island

Dre Island Dre Island

Dre Island Zinc Fence Redemption

Zinc Fence Redemption



Live Video: Dre Island – Conqueror

Inzwischen ist es schon 23:40 Uhr geworden, nachdem Kelissa und Dre Island jeweils eine knappe halbe Stunde performt haben. Chronixx betritt heute schon zum zweiten Mal die Bühne des YAAM innerhalb eines Jahres. Kurz nach dem Reggae Jam 2013, war er am 07. August nach Berlin gereist und hatte die Daheimgebliebenen überzeugt. Nur 8 Monate später, kann er schon wieder für ein Haus voller Begeisterung bzw. für ein volles Haus sorgen. Das Beisein von Kelissa und Dre Island wird dabei natürlich keine unwesentliche Rolle gespielt haben.

Chronixx Chronixx

Chronixx

Chronixx Chronixx

Chronixx Chronixx



Live Video: Chronixx – Iyah Walk

Jamar Rolando McNaughton, alias Chronixx, wurde am 10. Oktober 1992 geboren. Sein Vater und Artist „Chronicle“ erkannte bereits früh sein Talent und förderte die Leidenschaft seines Sohnes für Musik und Songwriting. Mit nur 5 Jahren schrieb „Little Chronicle“ bereits seinen ersten Song „Rice Grain“. Für Artists wie Konshens, Munga oder Popcaan produzierte er Riddims, als er gerade einmal 14 Jahre alt war. Seit dem Jahr 2012 sind seine eigenen Songs in aller Munde und haben in der Reggae-Welt unübersehbare Spuren hinterlassen. Die Anzahl der in der nachfolgenden Zeit veröffentlichter Hits ist bemerkenswert. An Chronixx kommt man einfach nicht vorbei, wenn von „Modern Roots“ die Rede ist. Sein inzwischen am 1. April veröffentlichtes Album „Dread & Terrible“, mit 7 Tunes und 3 Dubs, bleibt eigentlich ein ganzes Stück hinter Chronixx´ Möglichkeiten zurück. Es dürfte also nicht lange dauern, bis der zweite Albumwurf auf den Markt kommt. Material ist genügend vorhanden und wächst stetig nach.

Chronixx

Chronixx Chronixx



Live Video: Chronixx – Ain´t No Giving In + They Don’t Know

Die Stimmung im YAAM ist perfekt und Chronixx kann kaum ein Stück bringen, bei dem er nicht von der Massive mit Gesang unterstützt wird. Heute ist wieder einmal perfekte Bühnenbeleuchtung angesagt. Genau so möchten wir das bitte öfter haben, lieber Beleuchter!

Chronixx

Chronixx Chronixx



Live Video: Chronixx – Where I Come From



Live Video: Chronixx – Access Granted

Weiter geht´s mit „Here Comes Trouble“, unstreitig eines der besten Stücke des Abends. Obwohl es gegenwärtig bei Chronixx recht schwierig wäre, ein für jedermann befriedigendes Top Ranking zu entwickeln.

Chronixx

Chronixx Chronixx

Chronixx

Chronixx Chronixx

Chronixx



Live Video: Chronixx – Here Comes Trouble

Mit „Start A Fire“ beginnt schließlich die Endrunde der letzten beiden Titel, im Rahmen der Zugabe. Nun ist es auch Chronixx etwas warm geworden, und er hat sein bis dahin geschlossenes Hemd geöffnet. In den letzten Minuten des Finales bekommen seine Dreads auch noch das YAAM zu Gesicht und Chronixx´s rot-gelb-grüner Tam macht eine kleine Luftreise.

Chronixx Chronixx

Chronixx Chronixx

Chronixx

Chronixx



Live Video: Chronixx – Start A Fire + …

Ein toller Sound den hier die Zinc Fence Band den ganzen Abend abgeliefert hat. Es könnte ruhig in diesem Style noch etwas weiter gehen. Die Uhr hat aber inzwischen 1:00 Uhr geschlagen, als der Percussionist der Band, die Show beendet. Er hatte schon den ganzen Abend die Funktion des Moderators übernommen und bekommt das Wort Chronixx kaum noch heraus.

Zinc Fence Band Zinc Fence Band

Zinc Fence Band

Zinc Fence Band Zinc Fence Band

Zinc Fence Band Zinc Fence Band

Eine beeindruckende Show ist zu Ende gegangen, die ein ganzes Stück mehr, vielseitiger und kräftiger als „nur“ „Smile Jamaica“ war.

Wir begeben uns noch einmal nach Backstage, um der Band einen Besuch abzustatten. Die Musiker wiegeln aber ab und Kelissa ist nebst Dre Island und Chronixx sofort in Richtung Hotel verschwunden. Das Tourmanagement kann sich zur Rückkehr der drei Sänger nicht äußern. Eines steht aber fest, nach Backstage kommen sie nicht mehr. „2:30 Uhr ist Abfahrt, ihr könnt am Bus warten. Ich kann aber nicht sagen, ob davor noch Zeit für Gespräche bleibt.“, meint der portugiesische Tourmanager etwas reserviert. „Diese Nacht gibt es kein 2:30 Uhr! Die Uhren werden wegen der beginnenden Sommerzeit von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr vorgestellt!“, eröffne ich ihm darauf. „Oh, das ist schlecht.“, gibt er überrascht zurück. Unter diesen Umständen stellen wir unsere Absichten lieber zurück und treten den Heimweg an. Das ist uns alles zu ungewiss.

Dread & Terrible Tourbus Dread & Terrible Tourbus

Dread & Terrible Tourbus

Als wir nunmehr gegen 3:00 Uhr mit dem Auto die Kurve drehen, steht der Bus noch einsam vor dem YAAM. Das wird eine Überraschung geben, wenn die Artists eine Stunde nach der geplanten Abfahrt eintreffen sollten!

Copyright: www.reggaestory.de
Text + Videokamera: Peter Joachim
Fotos: Marion + Peter Joachim

Mein besonderer Dank geht an Christoph von Revelation Concerts, das YAAM Team und natürlich an die Artists des Abends.

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