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CHRISTAFARI
Reggae Revolution Tour 2011

02.06.2011 - Sportpark Ostra Dresden

Christafari Flyer Noch ein wenig übermüdet von der langen nächtlichen Heimfahrt aus Berlin und die Eindrücke vom Yellowman Gig des Vorabends im Kopf, sitzen wir entspannt im Garten bei der Zeitungsschau. Marion liest vor: „Raggae Revolution, traditioneller Raggae und moderner Dancehall mit der Band Christafari, am Donnerstag in Dresden.“ Nicht einmal das Wort Reggae können die richtig schreiben, und dann auch gleich noch zweimal hintereinander!
Typisch SZ, schon früher haben die hartnäckig Platz 1, in der Hitliste des Eulenspiegels für Druckfehlerteufel in Tageszeitungen, verteidigt. Offenbar haben die immer noch den gleichen oder gar keinen Korrekturleser. Trotzdem bin ich natürlich dankbar für diesen kleinen und unscheinbaren Hinweis, am Rande einer Doppelseite mit Informationen zum Kirchentag in Dresden. Im Normalfall würde ich dort wahrscheinlich nicht auftauchen, aber wenn es schon einmal Reggae gibt und noch dazu von Christafari, die ich bisher noch nicht gesehen habe, werde ich wohl auch einmal zum Kirchentag gehen müssen.
Ich beginne im Internet zu kurbeln, um mehr Informationen zu bekommen. Aber es ist nicht so einfach. Alle gängigen Reggae-Websites schweigen sich vorerst noch aus. Auf der offiziellen Website vom Dresdener Kirchentag kommt man auch schwer zum Ziel und deren eigener Pressestelle muss ich erst einmal den Namen der Band buchstabieren. Trotzdem ist zu den Randbedingungen des Konzerts wenig zu erfahren. Aber es gibt ja noch die Bandwebsites und deren Management, wo ich schließlich weitere Infos herausbekomme.
Christafari ist zum ersten Mal gemeinsam mit Sherwin Gardner auf Tour in Deutschland. Der Auftritt in Dresden ist der Startschuss ihrer Tour. Danach geht es auch noch nach Frankreich und Holland, bevor es am 10.06. nach Würzburg, am 11.06. nach Nürnberg zum „Reggae Revolution Fest“ und zum Abschluss am 12.06. nach München geht. Viele Auftritte von Christafari laufen unter Beteiligung der Kirche, wie auch auf dieser Tour. Und das hat seinen Grund.

Die Band Christafari kommt aus den USA und wurde 1989 von Mark Mohr gegründet. Mark wurde am 23. Oktober 1971 geboren und wuchs in einer christlichen Familie auf. Trotzdem hatte er in seinen Jugendjahren übermäßigen Kontakt zu harten Drogen und Alkohol. Als er dann 1986 Jamaika besuchte, fand er Gefallen am Reggae, wurde zum Rasta, lernte Patois und versuchte sich auch noch als Marihuana Züchter. Er entwickelte sich zu einem sehr guten Reggae Künstler. Im Alter von 18 Jahren hörte er schließlich auf, Marihuana zu konsumieren und widmete sein weiteres Leben Jesus Christus. 1989 schrieb er in einem christlichen Jugendcamp seinen ersten Gospel Reggae Song „Give Me Everything I Need“ und führte ihn bei einer Talentshow auf. Sein Bassist sagte zu ihm an diesem denkwürdigen Tag: „So you´re no longer a Rastafarian, you´re a Christafarian.“ Ab sofort wurde er dann auch der „Christafarians“ Mark genannt und wurde bei seinen ersten Shows von der „Steadfast Crew“ begleitet. Ende 1989 gründete er dann seine eigene Band und verkürzte den Namen auf Christafari.
1993 schrieb sich Mark in der Biola Universität von Los Angeles ein und erlangte im Jahr 1997 die Priesterweihe. Während dieser Zeit schrieb er auch die Musik für seine ersten drei Alben, „Reggae Worship Vol. 1“ (1993, Label: Frontline), „Soul Fire“ (20.06.1995, Label: Epic) und „Valley of Decision“ (18.05.1996, Label: Gotee). Letzteres wurde das meist verkaufte Gospel Reggae Album in der Geschichte dieses Genres. 1999 gründete er sein eigenes Label „Lion of Zion Entertainment“ und kann so der Welt neben seiner eigenen Musik, auch die anderer Gospel Reggae Vertreter vorstellen, wie Sherwin Gardner, Stitchie, Avion Blackman, Monty G und viele Andere. Weiterhin ist er der Gründer des Internethandels GospelReggae.com und ist stolz darauf die weltweit größte Auswahl von Gospel Reggae und World Music anbieten zu können.

Reggae Worship Vol. 1 Soulfire Valley of Decision

Bild 1: Album Cover „Reggae Worship Vol. 1“ (1993 Frontline)
Bild 2: Album Cover „Soul Fire“ (1995 Epic)
Bild 3: Album Cover „Valley of Decision“ (1996 Gotee)

Christafari hat es inzwischen auf über 10 Alben gebracht. Die letzte im Handel erhältliche Scheibe ist „No Compromise“, die am 18.08.2009 von seinem Label Lion of Zion Entertainment herausgebracht wurde. Im Jahr 2010 wurde zwar noch „Reggae De Redención“ veröffentlicht, ist aber bisher nur als MP3 im Web erhältlich. Darüber hinaus ist Christafari auf ungefähr 20 Compilations vertreten.Weitere Informationen findet man auf den genannten Weblinks.

No Compromise Reggae De Redención

Bild 1: Album Cover „No Compromise“ (2009 Lion of Zion Entertainment)
Bild 2: Cover„Reggae De Redención“ (2010 Lion of Zion Entertainment)

Mark Mohr und Christafari sind die Pioniere des Gospel Reggae, der auch teilweise als Christian Reggae bekannt ist und sich weltweit verbreitet hat. Sie sind im Laufe der Jahre in rund 50 Ländern aufgetreten und haben sich einen hohen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Den Gospel Reggae kann man aber nicht als eigene Musikrichtung bezeichnen. Gospel Reggae und deren Vertreter wie Christafari präsentieren ebenso alle bekannten Spielarten des Reggae wie Dancehall, Raggamuffin, Dub und Andere. Die Themen, die der Gospel Reggae behandelt sind in großen Teilen mit den Themen der anderen Reggaevertreter vergleichbar. Lediglich wenn es um Glaubensfragen geht, spielt der christliche Glauben um Jesus Christus und dem Heiligen Geist die maßgebende Rolle.
Der Reggae Fan, dem es wirklich um die Musik geht, ist also auch bei Christafari bestens aufgehoben.

Hier ein paar Eindrücke vom Open Air Konzert auf dem Gelände des Sportpark Ostra von Dresden.

Der Konzertbeginn ist für 19:30 Uhr angesetzt. Da die Parkplatzsituation ungewiss ist, planen wir eine zusätzliche Stundenreserve ein. Immerhin sollen so einige Straßen abgesperrt sein. Als wir Dresden zum Himmelfahrtstag erreichen, wundert uns eigentlich die übersichtliche Straßenlage. Keine Spur von Verkehrschaos. Die meisten Kirchentagsbesucher sind wohl mit Bus und Bahn unterwegs, was man deutlich an den Haltestellen sehen kann. Die Parkplatzsituation in der Nähe des Open Air Geländes ist aber sehr unklar. Wir folgen den Hinweisen zu den Veranstaltungsparkplätzen und landen jedes Mal an einer Absperrung. Die Parkplätze sind reserviert für bestimmte Personenkreise mit Durchfahrtsgenehmigung. Wir müssen eine neue große Runde durch Dresden fahren, um wieder zur Ausgangssituation zu gelangen und versuchen nun den großen Parkplatz am Messegelände zu erreichen. Aber dort erwartet uns das gleiche Problem. Wiederum ist die extra ausgewiesene Zufahrt zum Kirchentagsparkplatz nicht für uns zu nutzen.
Wir fahren erneut eine Runde und haben es plötzlich bequemer als gedacht. Wir entdecken das Parkhaus Mitte neben der bekannten Yenidze, welches zum Glück aus unserer Fahrtrichtung erreichbar ist. Trotzdem kritikwürdig das Ganze weil unpassend ausgeschildert. Einen Hinweis für dieses günstig gelegene Parkhaus, für den „normalen“ Kirchentagsbesucher sieht man nicht. So haben wir wieder einmal unsere Zeitreserve fast aufgebraucht und erreichen das Konzertgelände nur wenige Minuten vor dem Start.
Das Konzert ist für alle Besucher kostenlos. In lockerer und geselliger Runde sitzen die Besucher auf dem Boden des Bühnenvorplatzes, während Christafari schon einmal die Instrumente einspielt.

Bei Christafari Bei Christafari

Buju Banton sitzt am Schlagzeug und Harrison Stafford an den Keys – nein natürlich nicht. Ihr könnt wieder runterkommen, ist nur ein Scherz. Aber gewisse Ähnlichkeiten der Beiden sind nicht ganz von der Hand zu weisen. Auf Imbiss- und Getränkebuden hat man in Bühnennähe verzichtet und hat so kaum ein Müllproblem oder anderen Ärger. Ja und Alkohol ist ja sowieso eigentlich nicht erwünscht. Mit meiner einzigen Bierflasche aus dem Rucksack, bin ich fast ein Außenseiter im Gelände und fühle die Blicke auf mich gerichtet. Vielleicht waren die Anderen aber auch nur zu bequem sich etwas mitzunehmen, tröste ich mich selber. Auf alle Fälle ist alles schön ruhig und entspannt. Etwas ist hier anders als sonst, aber was? Selbst die Jugendlichen im Fotograben, die den „Sicherheitsdienst“ ausüben, schauen nahezu selig mit einem Lächeln im Gesicht, auf den Bühnenvorplatz hinaus.

Obie Zachary Obien Sherwin Gardner

Alexander Diescher Mark Mohr

Bild 1: Obie Zachary Obien
Bild 2: Sherwin Gardner
Bild 3: Alexander Diescher
Bild 4: Mark Mohr

Dann entdecke ich einen alten Bekannten. Alexander Diescher, der auch als Diakon tätig ist, hat am Ende des Platzes seine Videokamera in Stellung gebracht. Der Christian Reggae ist sein besonderes Steckenpferd und seine eigens dafür erstellte Website soll nicht unerwähnt bleiben. Viele Jahre ist es her, als wir völlig unverschuldet ein wenig aneinander geraten sind, weil uns das ReggaeNewsMagazine beide zur selben Veranstaltung geschickt hat, und wir wussten nichts voneinander. Völlig klar, dass es da zu Missverständnissen und Komplikationen kommen musste. Wir haben gerade noch Zeit die aktuellsten Infos auszutauschen, bevor es auf der Bühne zur Sache geht.
Hier noch ein Video von Mark Mohr, welches ein paar Ausschnitte aus der Zeit unmittelbar vor dem Konzert und den Start der Show mit Sherwin Gardner zeigt. Seid aber vorgewarnt, Marks Kameraführung ist teilweise sehr anstrengend für den Betrachter.



Impressionen aus Dresden – Teil 10 - Christafari You Tube Kanal  

Sherwin Gardner, der die Show eröffnet, ist ein eigenständiger Künstler und nicht Teil von Christafari. Er ist zum ersten Mal in Deutschland und gemeinsam auf Tour mit Christafari. Seit dem 29.03.2011 liegt sein aktuelles Album „Relentless“ vor.

Relentless Relentless

Bild 1 + 2: Album Cover Versionen „Relentless“ (2011)

Sherwin Gardner Jennifer Howland

Christafari

Sherwin Gardner Avion Blackman

Avion Blackman Mark Mohr

Christafari

Bild 1: Sherwin Gardner und Avion Blackman-Mohr
Bild 2: Jennifer Howland
Bild 3: Sherwin Gardner
Bild 4 + 5: Avion Blackman Mohr
Bild 6: Mark Mohr

Aber Sherwin Gardner ist nicht der einzige Soloartist des Abends. Auch einige Bandmitglieder von Christafari haben mehrfach ihren Soloauftritt und sorgen für eine ausgesprochen abwechslungsreiche und stimmungsvolle Show. Avion Blackman-Mohr, die auch Marks Frau ist, spielt den Bass, sorgt für den Backgroundgesang und ist nebenbei ebenfalls Soloartist.

Avion Blackman Avion Blackman

Sherwin Gardner Sherwin Gardner

Auch sie hat schon mehrere Alben auf dem Markt. Erst kürzlich ist ihre neueste Single „Third World Girl“ erschienen, natürlich bei Lion of Zion Entertainment.

Onyinye Sweet Life Third World Girl

Bild 1: Album Cover „Onyinye“ (2005)
Bild 2: Album Cover „Sweet Life“ (2008)
Bild 3: Single Cover „Third World Girl“ (2011)

Mark ist voll beschäftigt, auch wenn er nicht gerade selber am Mikro steht. Ständig ist er im Einsatz, um verschiedene Szenen aus dem Konzert festzuhalten. Einmal steigt er direkt vor mir an der Absperrung in die Höhe, eine Wolke bekannten Aromas entströmt seiner Kleidung und fährt mir in die Nase. Na, die Sache mit dem Abschwören vom Ganja ist wohl doch nicht so ernst gemeint? (Ein paar Tage nach Veröffentlichung der Story erreicht mich Marks Statement. Er möchte nicht warten bis zur Aufklärung im nachfolgenden Interview:
„Hey Peter, I too smelled marijuana strong in the air when I went into the audience. The whole band smelled wafts of smoke coming from the audience onto the stage throughout our set. As for me smoking it or being around anyone that smoked it, that simply is not the case. As God as my witness, I have not smoked weed since I was 17 years old. I am not doubting what you smelled, as we all smelled it also. But I was not the source. ... You know that our message is very contradictory to Marijuana use." Hoffentlich beschweren sich jetzt nicht auch noch all die Anderen von vor der Bühne.)

Jennifer Howland Mark Mohr

Christafari

Christafari Mark Mohr

Die Stimmung im Freigelände ist inzwischen mächtig angewachsen. Ich hätte nie gedacht, dass auf einem Kirchentagskonzert solch eine Stimmung sein kann. Christafari versteht es, mit guter Musik und abwechslungsreichen Soloeinlagen die Stimmung in die Höhe zu treiben. Viele bekannte und sehr gute Sachen sind dabei, die man unbewusst schon gehört hat, aber nicht unbedingt mit Christafari verbunden hat. So zumindest ergeht es mir, und ich habe immer wieder ein Aha-Erlebnis.



Offizielles Video: Christafari „Freedom Step“



Offizielles Video: Avion Blackman „Third World Girl“

Zwischendurch werden wir immer wieder einmal daran erinnert, dass wir auf dem Evangelischen Kirchentag sind und uns ein Konzert mit Gospel Reggae anhören. Also lässt sich hin und wieder der Ruf nach Jesus Christus und ein Halejuja nicht ganz überhören. Wie das ganze, überwiegend sehr junge Publikum voller Inbrunst und im Chor antwortet, ist dann doch etwas ungewohnt. Ist schon ein wenig komisch, warum nur hat man hier andere Vorbehalte, als wenn die Massive „Jah Rastafari“ ruft? Die christliche Kirche um die Ecke, ist wahrscheinlich näher und realer, als die Welt der Rastafaris. Das Verständnis für die Rastafaris und deren Probleme in ihrer alten und neuen Heimat, ist dann doch ein ganzes Stück stärker, als das für eine Gottesanbetung durch jugendliche Christen in einem hoch technisierten und fortschrittlichen Land wie Deutschland, des 21. Jahrhunderts. Auch wenn man die heutigen Inhalte der Kirche teilweise etwas anders sieht und alte Sünden vergessen machen will.

Mark Mohr Jennifer Howland

Christafari Christafari

Das verlorene Medaillon

Bild 5: Das verlorene Medaillon

Trotz aller Feierstimmung beim Konzert, ist Eines sicher und positiv hervorzuheben. Die Gäste sind noch ein Stück friedlicher und ausgeglichener als bei anderen Reggae Konzerten. Man könnte hier ohne Probleme von der ersten bis zur letzten Reihe oder umgekehrt, auf Wanderung gehen, ohne ein Hindernis in den Weg gelegt zu bekommen. Eine Frau schreitet durch die Besucher von einem zum anderen und zeigt ein aufgeklapptes gefundenes Medaillon vor, um den Besitzer in den Massen ausfindig zu machen. Leider muss sie es an der Bühnenkante abgeben, weil sie den Besitzer nicht ausfindig machen konnte. Das wäre ganz sicher nicht bei anderen Konzerten möglich, wenn der Platz so wie hier gefüllt ist.



Offizielles Video: Christafari „Try Jah Love“

Als weitere Solokünstler der Band treten auch Jennifer Howland und Solomon Jabby auf. Auch Jennifer und Solomon haben neben ihrer Musik mit Christafari eigene Projekte in Arbeit. Während Jennifer Howland sich auf Gesang spezialisiert hat, spielt Soloman Jabby hauptsächlich Gitarre. Auf seinen Solopfaden brilliert er hauptsächlich auf dem Gebiet des Dub. Sehr beeindruckende Arbeiten gibt es von ihm. Wenn er dann noch seine Stimme einbaut, erinnert mich das ganz stark an Mikey Dread. Leider kommen seine Fähigkeiten ein wenig zu kurz am heutigen Abend.

Daughter Of The King Firmly Planted In Dub Train To Glory

Bild 1: Album Cover „Daughter Of The King“ (2010)
Bild 2: Album Cover „Firmly Planted In Dub“ (26.09.2009)
Bild 3: Album Cover „Train To Glory“ (13.05.2011)



Offizielles Video: „Righteous Revolution“
Jennifer Howland feat. Solomon Jabby and Monty G  

Dazwischen dann ist irgendwann „Crowdsurfing“ in der harmloseren Variante des „Stagediving“ angesagt. Es gibt also keinen tollkühnen Sprung von der Bühne über den Sicherheitsbereich, was auch gar nicht möglich wäre. Mark ruft Johnny vom Merchandise Shop vor die Bühne, der erst einmal den Vorturner geben soll.

Crowdsurfing bei Christafari

Crowdsurfing bei Christafari

Crowdsurfing bei Christafari

Bild 1 - 3: Johnny, Obie und Sherwin beim Crowdsurfing

Johnny surft eine große Runde über den Köpfen der Massen, die ihn mit Begeisterung immer weiter reichen. Als nächstes schickt Mark den Gitarristen Obie Zachary Obien ins Rennen bevor auch noch Sherwin Gardner folgt.



Weitere Impressionen aus Dresden: Teil 11 - Christafari You Tube Kanal

Christafari Christafari

Christafari

Christafari Christafari

Christafari Mark Mohr

Bild 3 + 5: Solomon Jabby

Zum Ende der Show hin vermehren sich auf einmal die Wasserflaschen an der Bühnenkante. Ich ahne was da kommen wird und bringe erst einmal meine Kamera in Sicherheit. Und tatsächlich bedient sich Mark einer Flasche nach der anderen und spielt Wasserwerfer als Abkühlung für die Massen. In der relativ kühlen Nacht hätte ich das zwar nicht gebraucht, aber für die Show passt das ganz gut, und die Stimmung ist kaum noch zu toppen.

Tyrone Rudulph und Avion Blackman Christafari

Christafari

Bei Christafari

Bild 1: Tyrone Rudulph und Avion Blackman
Bild 2 + 3: Die Wasserflaschen sind in Stellung gebracht

Im nachfolgenden Video Teil 12, ist ab der 6. Minute ein kleiner Ausschnitt dieser Schlussszene zu sehen.



Weitere Impressionen aus Dresden: Teil 12 - Christafari You Tube Kanal

Nach der Show ist Mark immer noch mit Videodrehs beschäftigt. Minutiös wird alles aufgezeichnet, um später im You Tube Kanal zusammengeschnitten und präsentiert zu werden. Meine Story ist fast überflüssig, zumindest für Leute, die sich alle Videos dieses Kanals vom Anfang bis Ende ansehen.

Mark Tyrone Rudulph

Obie Zachary Obien Obie Zachary Obien

Bild 1: Mark Mohr
Bild 2: Tyrone Rudulph
Bild 3 + 4: Obie Zachary Obien

Ohne Stress und ohne unvernünftiges Gedränge gestört, arbeiten Mark und seine Bandmitglieder alle Wünsche des Publikums ab, bis auch der Letzte gegangen ist. Nur die beiden Mädels sind im Backstage verschwunden. Auch am Merchandise Shop ist noch lange nach der Show großes Begängnis. Mark muss die lange Tafel mit ein paar Leuten ins rechte Licht vor die Bühne rücken, da es am alten Standort nach Reduzierung der Beleuchtung zu finster geworden ist.

Marks Setlist Ryan Skiles

Solomon Jabby Jennifer Howland

Avion Blackman Sherwin Gardner

Bild 1: Mark mit der Setlist des Abends
Bild 2: Ryan Skiles
Bild 3: Solomon Jabby
Bild 4: Jennifer Howland
Bild 5: Avion Blackman
Bild 6: Sherwin Gardner

Völlig überrascht und nahezu sprachlos ist Mark, als ich ihn nach der Setlist in seiner Hosentasche frage. Als er von der Bühne ging hatte ich gesehen, wie er den Zettel zusammenfaltete und in der Tasche verschwinden ließ. Mark zieht ihn wieder hervor und bekennt schließlich: „Ich habe nur die eine Setlist und brauche sie noch beim nächsten Konzert.“ „Aber Du kannst Sie fotografieren!“, kommt ihm schließlich die blendende Idee.
Während sich das Gelände schon fast völlig geleert hat und Mark immer noch einige Fans verarztet, sitzen die ersten Bandmitglieder schon im Shuttle der Kirche, um in ihr Hotel gebracht zu werden. Christafari ist ohne Tourbus oder andere Charterfahrzeuge unterwegs. Die Weiterfahrt zum nächsten Konzert wird ganz „einfach“ und bodenständig mit der Bahn erfolgen. Nicht ganz einfach mit all dem Gepäck (Und natürlich gibt es auch dazu wiederum ein Video von Mark Mohr – Teil 13.

Fazit: Eine sehr gute und abwechslungsreiche Show. Eine super musikalische Zusammenstellung, die für alle Spielarten des Reggae etwas im Gepäck hatte. Und vor allen Dingen, trotz aller Begeisterung und teilweise ausgeflippten Publikum, eine außerordentlich entspannte Atmosphäre. Und hoffen wir für die Zukunft, dass ein „Jah Rastafari“ oder ein „Jesus Christus“, keine Hinderungsgründe für die beiden „Lager“ sind, sich einmal gegenseitig auf ihren Konzerten zu besuchen. Die Musik und deren Ziele hätten es verdient, unabhängig davon welchen persönlichen religiösen Glauben jeder Einzelne vertritt.

Für all jene Leser, die noch keinen Kontakt zu Reggae hatten, muss der Vollständigkeit halber aber noch angeführt werden, dass es natürlich noch jede Menge Reggae gibt, der frei von religiösen Themen ist.

Zum Interview mit Mark Mohr von Christafari

Copyright: Text und Fotos by Reggaestory

Mein besonderer Dank geht an Mark Mohr und Christafari, sowie Kevin McIntyre (President of Positive Music Agency).

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